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Über 100 Unternehmer fordern Kampfroboter-Verbot

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Forscher warnen vor der autonomen Roboter-Armee Im Kinofilm Terminator 3 sorgt eine fehlgeleitete künstliche Intelligenz für einen Atomschlag

Dass auch Kriegswaffen künftig in der Lage sein könnten, so selbständig und unabhängig zu agieren wie seine Luxus-Sportwagen, will der Amerikaner nun gemeinsam mit anderen Tech-Pionieren unbedingt verhindern.

San Francisco. (afp) Mehr als 100 Unternehmensführer aus den Bereichen Robotertechnik und künstlicher Intelligenz haben sich für ein internationales Verbot autonomer Offensivwaffen - sogenannter Killer-Roboter - ausgesprochen. "Als Unternehmen, die künstliche Intelligenz und Robotertechnik entwickeln, die zur Herstellung automatisierter Waffen eingesetzt werden kann, sehen wir uns besonders in der Pflicht", heißt es in dem auf der Website des Instituts "Future of Life" veröffentlichten Schreiben. In einem offenen Brief begrüßen sie die Entscheidung der zuständigen Revisionskonferenz der Vereinten Nationen (CCWUN), auf das Thema Experten anzusetzen und Empfehlungen zu erarbeiten.

In der Geschichte der Kriegsführung drohten tödliche autonome Waffen die nächste Stufe darzustellen, befürchten die Experten.

Das für den heutigen Montag angesetzte erste Treffen einer Expertengruppe wurde allerdings abgesagt, da einige wenige Staaten ihren Zahlungverpflichtungen gegenüber der UN nicht nachgekommen seien. Sie könnten zu "Waffen des Grauens" werden, zu Waffen, "die Despoten und Terroristen gegen unschuldige Bevölkerungen einsetzen" oder zu Waffen, die - wenn sie gehackt würden - außer Kontrolle geraten könnten.

Neben Elon Musk gehört auch der Deutsche Marcus Frei zu den Unterzeichnern des Briefes. Der Staatengemeinschaft bleibe nicht mehr viel Zeit zum Handeln: "Sobald diese Büchse der Pandora geöffnet ist, wird es schwer, sie zu schließen". Er ist Geschäftsführer von Next Robotics im baden-württembergischen Villingen-Schwenningen. Der mit Infrarotsensoren ausgestattete Roboter soll Ziele über eine Strecke von bis zu vier Kilometern verfolgen und selbstständig zwischen Menschen und anderen Objekten wie etwa Bäumen unterscheiden können.

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