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Aldi erhöht schon wieder die Butterpreise

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Butter kostet bei Aldi derzeit so viel wie noch nie seit der Euro-Einführung 2002

Im Mai kostete eine Packung Butter noch 1,29 Euro. Als erste haben die Discounter Aldi Nord und Aldi Süd jetzt das 250-Gramm-Stück der untersten Preislage von 1,79 auf 1,99 Euro verteuert - der höchste Preis seit Anfang 2002 der Euro eingeführt wurde, wie Aldi Süd berichtete. Der Deutsche Bauernverband begründete die steigenden Preise zuletzt mit einer höheren Nachfrage nach fetthaltigen Produkten im In- und Ausland und mit einem verbesserten Verbraucherimage von Butter. An den Aldi-Preisen orientieren sich in der Regel auch die anderen Discounter.

Die Molkereien in Deutschland erwarten, dass der Butterpreis insgesamt in den kommenden Monaten auf historisch hohem Niveau verharrt. Der Grund für den höheren Preis sei der höhere Einkaufspreis für Fett. Er nennt die Preissteigerung in den Supermarktregalen "bitter nötig": Nur mit höheren Produktpreisen könnten die Molkereien, für die sein Verband spricht, auch höhere Preise an die Milchbauern zahlen.

Das Butterangebot ist derzeit niedrig, weil seit der Milchpreiskrise 2015/16 viele Bauern aufgegeben haben oder weniger Milch produzieren, wie der Geschäftsführer des deutschen Milchindustrieverbands, Eckard Heuser, der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte. Zuletzt waren etwa bei Aldi Nord auch die Preise für verschiedene Käseartikel und Buttermilch erhöht worden. Zudem stehe Europa im Herbst der traditionelle Tiefpunkt der Milcherzeugung bevor.

Berlin 1,99 Euro für 250 Gramm: Seit es den Euro gibt, war die Butter bei Aldi nicht so teuer. Daher ließen die Märkte "eher eine feste Tendenz für die nächsten Monate erwarten". Heuser erklärte dies auch damit, dass "das Wachstum der Light-Produkte einfach vorbei" ist.

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