weltkunstbulletin.com

Sport

Auch Südkorea und Saudi-Arabien an der WM

Share
Große Freude Durch einen späten Treffer wurde Syrien noch Dritter

Währenddessen fielen sich syrische Fußballfans in aller Welt vor Freude in die Arme.

Südkorea hat sich als sechstes Team auf sportlichem Wege für die Fußball-WM 2018 in Russland (14. Juni bis 15. Juli) qualifiziert.

Das vom Krieg erschütterte Syrien hat in der WM-Qualifikation Historisches erreicht.

Es wäre die erste WM-Teilnahme in der Geschichte des kriegsgeplagten Landes. Australien muss ins Playoff gegen Syrien.

Südkorea ist an Weltmeisterschaften seit 1986 Stammgast. "Ich freue mich sehr", schwärmte der Sportmoderator Masen al-Hindi. Auf Syriens Straßen feierten die Fans mit Fahnen und Hupkonzerten.

An einen regulären Spielbetrieb im Land ist seit Ausbruch des Bürgerkriegs 2011 nicht mehr zu denken.

Irans Sardar Azmound (45./64.) hatte die Partie zwischenzeitlich gedreht, nachdem Mohamad Tamer Haj (13.) die Syrer, die ihre Heimspiele in Malaysia austragen mussten, zunächst in Führung gebracht hatte. Beim Spiel "3 gegen 3" landete der Ball umgehend auf halbrechts bei Omar al-Soma, der flach durch die Beine des iranischen Schlussmanns vollendete. Die südkoreanische Nationalmannschaft hat sich damit als siebtes Team für die WM in Russland qualifiziert.

Der 28-Jährige gilt als einer der besten Stürmer Asiens, für viele Syrer ist er ein Idol. Nach dem Gewinn der Westasienmeisterschaft in Kuwait 2012 hielt Al-Soma aber auf dem Spielfeld die Fahne der Aufständischen in die Höhe - ein Affront gegen die Regierung, die auch den syrischen Fußball kontrolliert. Fünf Jahre lang trat er nicht mehr in der Nationalelf an, beide Seiten wollten sich wohl die einmalige Chance auf die WM nicht nehmen lassen. Und so verwunderte es nicht, dass einige das Ausgleichstor in Teheran von den Spielern des Iran - im Bürgerkrieg ein enger Verbündeter der syrischen Regierung - begünstigt sahen. Sollte sich Syrien gegen Australien durchsetzen, könnte als weitere Pointe erneut ein politisch aufgeladenes Spiel anstehen. Der Sieger dieses Duells, das in Hin- und Rückspiel ausgetragen wird, trifft dann im internkontinentalen Play-off auf den Vierten der Nord-, Mittelamerika- und Karibik-Zone (CONCACAF). Heißer Kandidat für diesen Platz: die USA, die im Bürgerkrieg lange die Rebellen unterstützt haben.

Share