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Dänischer Prinz Henrik ist an Demenz erkrankt

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Traurige Gewissheit Prinz Henrik von Dänemark hat Demenz

Die Diagnose sei von Spezialisten im Reichshospital gestellt worden, gab der Hof bekannt. Sie könnten "Verhalten, Urteilskraft und Gefühlsleben" des 83-Jährigen verändern und somit auch seine Beziehung mit der Außenwelt beeinflussen.

Als Konsequenz auf die Schockdiagnose werde der Prinz seine Aktivitäten bis auf Weiteres einschränken, nicht aber ganz aufgeben. Nach Angaben des Königshauses hatte seine Frau kein Problem mit dem Wunsch des Prinzen. Henrik ist bereits seit 2016 offiziell im Ruhestand, hat aber noch Ehrenämter inne. In einem Zeitungsinterview erklärte er, er sei im Leben nie mit seiner Frau gleichgestellt gewesen und wolle dies deshalb auch nicht nach dem Tod.

Margrethe und Henrik sind seit 50 Jahren miteinander verheiratet. Lange hatte der in Frankreich geborene Prinz einen schweren Stand bei den Dänen: Er spreche auch nach Jahren immer noch ein merkwürdiges Dänisch und sei mit seiner Rolle als Prinzgemahl nie zufrieden, hieß es oft. Der Bildhauer Bjørn Nørgaard fertigte bereits einen Sarkophag für die beiden an.

Der aus einer französischen Adelsfamilie stammende Prinz hatte stets damit gehadert, dass er nach der Thronbesteigung seiner Frau 1972 gerne König geworden wäre. Doch er verdiente sich auch den Respekt seiner neuen Landsleute.

"Wenn sie will, dass wir zusammen begraben werden, muss sie mich zum Königinnengemahl machen". Wie sehr ihn seine Krankheit zu diesem Zeitpunkt schon beeinflusste, ist unklar. Traditionell wird das dänische Königspaar in der Domkirche von Roskilde beigesetzt.

Der dänische Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen betonte nach der Diagnose: "Die vergangenen Monate waren für das Königshaus nicht leicht". Aus Respekt vor Prinz Henrik müsse die Familie jetzt auch mal privat sein dürfen.

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