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Finanzielle Engpässe bei der documenta

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Das Parthenon der Bücher auf der documenta

"Als Aufsichtsratsvorsitzender kann ich bestätigen, dass mich die Geschäftsführung der documenta und Museum Fridericianum GmbH Ende August 2017 über drohende finanzielle Engpässe informiert hat", sagte der Oberbürgermeister von Kassel, Christian Geselle, am Dienstag (12.09.2017). In dieser Sondersitzung stellte die Geschäftsführung die finanzielle Lage der Gesellschaft dar.

Rund sieben Millionen Euro mussten die Stadt Kassel und das Land Hessen dazubuttern, um den Kunstbetrieb überhaupt am Laufen zu halten, berichtet die HNA. Nachdem mir dies erstmals am 28. August 2017 mitgeteilt wurde, habe ich unverzüglich eine Sondersitzung des Aufsichtsrats für den 30. August 2017 einberufen. Jeweils sieben Millionen Euro kamen von der Stadt Kassel und dem Land Hessen sowie viereinhalb Millionen Euro von der Kulturstiftung des Bundes. "Dazu werden derzeit Sicherheitszusagen der Gesellschafter vorbereitet, damit die finanzielle Ausstattung der Gesellschaft wieder sichergestellt wird". Wir wollen die Fortführung der documenta in Kassel als Ausstellung zeitgenössischer Kunst von Weltrang. Parallel sei eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragt worden.

Kunstinteressierte sahen sich die Ausstellung im Friedricianum und den weiteren Ausstellungsorten bis zur Halbzeit Ende Juli an. Der künstlerische Leiter Adam Szymczyk zog daher eine positive Zwischenbilanz. "Sehr zufrieden können wir auf den bisherigen Verlauf der documenta 14 in Athen und Kassel zurückblicken", sagte Ende Juli die Geschäftsführerin der documenta, Annette Kulenkampff. Vermutet wird, dass der zweite documenta-Standort in Athen wesentlich teurer war, als angenommen. In Kassel dauert die documenta noch bis zum Sonntag (17.9.) an.

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