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Medizin

Die Grippesaison beginnt - am Besten mit der Impfung

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Hohes Fieber und Gliederschmerzen sind Leitsymptome einer Grippe. Bild Elnur

Das berichtet die AG Influenza am Robert Koch-Institut in ihrem Bericht zur Grippesaison 2016/2017. "Leider sind gerade bei den Senioren die Impfquoten mit rund 35 Prozent besonders niedrig", sagt Prof. Dr.

Grippewelle 2018 - wann ist der richtige Zeitpunkt für die Impfung?

Vor allem Menschen über 60 seien betroffen gewesen, heißt es im jetzt veröffentlichten Influenza-Saisonbericht des Instituts. Lothar H. Wieler, Präsident des RKI.

Die Grippeviren verändern sich häufig, sodass Personen, die im Jahr vorher die Grippe oder eine Grippeschutzimpfung bekommen haben, an einem neu auftretenden Stamm erkranken können. "Trotz der schwankenden Impfeffektivität ist die Impfung die wichtigste Maßnahme zum Schutz vor einer Erkrankung". "Neben den Impfstoffen zur intramuskulären Injektion in den Oberarm gibt es in dieser Saison auch einen Impfstoff, der unter die Haut, also subkutan, injiziert werden kann".

Dieses Jahr gibt es ein breites Impfstoff-Angebot, berichtet PEI-Präsident Professor Klaus Cichutek in der Mitteilung. Während die vergangene Grippesaison in Australien 27 Menschenleben kostete, erlagen in diesem Winter 52 Menschen dem Virus. Dazu zählen Schwangere und chronisch kranke Menschen. Die Impfung kann mit einem tri- oder tetravalenten Influenza-Impfstoff erfolgen (drei bzw. vier Komponenten). Die Bundeszentrale bietet kostenloses Infomaterial für Patienten an, das es im Internet zum Download gibt oder sich dort bestellen lässt (www.impfen-info.de/grippe). Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA): "Die wichtigsten Ansprechpersonen bei der Impfaufklärung sind nach unseren Studiendaten die behandelnden Ärztinnen und Ärzte sowie das medizinische Personal". Allerdings lassen sich in Deutschland relativ wenige Menschen gegen Grippe impfen.

Das Paul-Ehrlich-Institut, das als Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel die Qualität aller Impfstoff-Chargen prüft, bevor diese auf den Markt gebracht werden, hat bereits rund 17 Millionen Impfstoffdosen freigegeben. Eine Untersuchung des PEI ergab, dass eine Vielzahl von publizierten klinischen Studienergebnissen inzwischen darauf hinweist, dass auch bei Personen mit einer Allergie gegen Hühnereiweiß schwerwiegende allergische Reaktionen auf eine Influenzaimpfung selten sind bzw. nicht häufiger auftreten als bei Personen ohne Hühnereiweißallergie. Impflinge sollten aber immer auch nach einer Hühnereiweißallergie gefragt werden, so das PEI.

Für den optimalen Impfzeitpunkt nennt das RKI Oktober und November.

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