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Medizin

WHO warnt vor Ausbreitung der Pest - was das für uns bedeutet

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Rattenfallen sollen helfen die Pest in Madagaskar einzudämmen. Die Nager übertragen die tödliche

Viele denken an das Mittelalter, wenn sie "die Pest" hören. Auch die mangelhafte Gesundheitsversorgung in der Region würde die Pest begünstigen. Die Krankheit wird meist durch Ratten übertragen.

Die Hochphase der Pest in Europa liegt mehrere hundert Jahre zurück.

Auch von Mensch zu Mensch übertragbar Grund dafür sollen die schlechten Hygiene-Bedingungen auf dem Inselstaat sein.

Laut der AFP-Meldung haben sich seit einem neuerlichen Ausbruch Anfang August bereits 133 Menschen infiziert, 24 von ihnen sind seitdem gestorben.

Wegen der zahlreichen Flugverbindungen bestehe durchaus Gefahr, dass die hoch ansteckende Seuche auch die Nachbarinseln im Indischen Ozean erreicht, sagte WHO-Sprecher Christian Lindmeier am Dienstag in Genf.

Die Gefahr sei jedoch nur "mäßig hoch". Der Experte stufte die Gefahr einer Ausbreitung über die Region hinaus als "niedrig" ein.

Hepatitis C: Von einer Infektion mit Hepatitis C bemerkt der Betroffene zunächst nichts.

Nach dem Auflodern einer neuen Pest-Welle auf Madagaskar haben sich seit August 133 Menschen infiziert, 24 sind bereits gestorben.

Wie es heißt, ist in diesem Jahr besonders gefährlich, dass gleichzeitig Fälle von Beulen- und der selteneren Lungenpest auftreten. Davon waren 73 Menschen an Lungenpest erkrankt.

Der jüngste Pest-Ausbruch in Madagaskar ist laut WHO aus zwei Gründen besorgniserregend: Zum einen seien dieses Mal vor allem Hafenstädte mit hoher Bevölkerungsdichte sowie die Hauptstadt Antananarivo mit zwei Millionen Einwohnern betroffen.

Die Infektionserkrankung Pest wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. Es kann zu Nieren- und Leberversagen kommen. Von 1347 bis 1351 starben rund 25 Millionen Menschen an der Seuche - ein Drittel der damaligen europäischen Bevölkerung.

Die Krankheit tritt in verschiedenen Formen auf: Die Beulenpest wird durch einen Floh, die Lungenpest wird mit der Atemluft von Mensch zu Mensch übertragen.

1894 wird das Bakterium entdeckt. Patienten können aber bei Früherkennung mit Antibiotika behandelt werden.

Die Weltgesundheitsbehörde WHO zählt jährlich 1000 bis 2000 Pestfälle. Häufigste Form ist die Beulenpest, die mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie einer Entzündung der Lymphknoten im Leistenbereich einhergeht. Dennoch sterben immer noch Menschen daran.

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