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Medizin

Welthungerhilfe sieht Erfolge im Kampf gegen Hunger gefährdet

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Vor allem Kriege und die Folgen des Klimawandels gefährden demnach Erfolge bei der Bekämpfung des Hungers. Wirtschafts- und Steuersysteme müssten so gestaltet werden, dass sie die Ungleichheit abbauen.

Laut UN-Angaben vom September stieg die Zahl der Hungernden weltweit innerhalb eines Jahres sogar wieder um 38 Millionen auf 815 Millionen Menschen an. Dies zeigt der neue Welthunger-Index, der die Ernährungslage in 119 Ländern berechnet.

"Unser Bericht zeigt erneut, dass bewaffnete Konflikte weiterhin die größten Hungertreiber sind". In den Regionen Südasien und Afrika südlich der Sahara leiden am meisten Menschen unter Hunger. "Regierungen, die klare Priori-täten im Kampf gegen den Hunger setzen und diese auch durchsetzen und dabei die Benachteiligten im eigenen Land mit einbeziehen", sagt Klaus von Grebmer vom Internationalen Forschungsinstitut für Ernährungs- und Entwicklungspolitik (IFPRI) in Washington DC. In weiteren sieben Ländern wird die Lage als sehr ernst bewertet. Als gravierend wird die Hungersituation in der Zentralafrikanischen Republik eingestuft. Dort seien seit 17 Jahren keine Fortschritte erzielt worden, hieß es. Dazu zählen Burundi, die Demokratische Republik Kongo, Eritrea, Libyen, Somalia, der Südsudan und Syrien. In 14 Staaten haben sich die Werte im Vergleich zum Jahr 2000 um mindestens 50 Prozent verbessert, darunter Senegal, Brasilien und Peru. 1992 lag der Index bei einem Wert von 35,2. Grundlage der Berechnung sind den Angaben zufolge die Faktoren unzureichende Kalorienaufnahme, Unterernährung bei Kindern und die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren.

Als Fortschritt verbucht die Welthungerhilfe, dass der Indexwert von 29,9 im Jahr 2000 auf 21,8 im vergangenen Jahr gesunken ist. Das Land bildet weltweit das Schlusslicht im Index.

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