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Frankfurter Buchmesse ist eröffnet

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Vor Eröffnung der Frankfurter Buchmesse hat sich Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron gestern in das Goldene Buch der Stadt eingetragen. Die Veranstalter rechnen mit insgesamt rund 270.000 Besuchern.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der französische Staatspräsident Emmanuel Macron betonten in ihren Ansprachen bei der Eröffnungsfeier, wie sehr die Kultur beide Länder verbinde - trotz aller Kontroversen und Kriege.

In diesem Jahr steht das Gastland Frankreich im Mittelpunkt der weltgrößten Bücherschau mit 7300 Ausstellern aus über 100 Ländern, das sind 2 Prozent mehr als im Vorjahr. Ehrengast ist Frankreich, es sind allein 200 Schriftsteller aus der frankophonen Welt angekündigt.

Zum Messeauftakt forderte die deutsche Buchbranche von der künftigen Bundesregierung mehr Einsatz für eine unabhängige und lebendige Verlagslandschaft.

Riethmüller kritisierte die kürzlich vom Bundestag beschlossenen Einschränkungen des Urheberrechts. Auch Riethmüller machte darauf aufmerksam, dass Verlage und Buchhandlungen in unruhigen Zeiten den Dialog, verlässliche Information und Meinungsbildung fördern. Verlagen komme eine enorme Bedeutung zu: "Wir liberal-demokratisch gesinnten Büchermenschen müssen in Zeiten, in denen giftige Narrative Hochkonjunktur haben und die Verbreitung von Angst und Hass wieder gesellschaftsfähig wird, mit attraktiveren Gegenentwürfen antworten". "Wir haben die besseren Geschichten, bei uns gibt es die menschenfreundliche Variante". Bücher seien auch Zündstoff und würden daher von Despoten gefürchtet.

Besonders positiv stimmt Dohle, dass Kinder- und Jugendbücher in den wichtigen Märkten zu den am schnellsten wachsenden Kategorien zählten. Die Renaissance des gedruckten Buches sei auch erfreulich, weil sie den Buchhandel stabilisiere. Dabei stellt der klassische Buchhandel immer noch den wichtigsten Vertriebsweg dar.

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