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Jeder vierte Schüler geht auf Ganztagsschule

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Jeder vierte Schüler geht auf Ganztagsschule

Jedoch belegt das Bundesland mit seinem Angebot im Bundesschnitt keinen der vorderen Plätze. Aber die Zahlen stagnieren seit Jahren.

In den vergangenen Jahren besuchen immer mehr Kinder eine Ganztagsschule. Das geht aus Berechnungen der Bildungsforscher Klaus Klemm und Dirk Zorn für die Bertelsmann Stiftung hervor.

Nach einer von der Bertelsmann-Stiftung zitierten Umfrage wünschen sich derzeit fast drei von vier Eltern (72 Prozent) einen Platz in einer Ganztagsschule. Bundesweit landet Baden-Württemberg damit auf dem vorletzten Platz - nur Bayern hat mit 16 Prozent einen noch geringeren Anteil an Ganztagsschülern. In Förderschulen blieben laut der Studie in Thüringen alle Schüler auch am Nachmittag. Um bis 2025 für 80 Prozent der Schüler einen Ganztagsschulplatz anzubieten, müsste die Politik weitere 3,3 Millionen Ganztagsplätze schaffen. Über dem Durchschnitt liegen auch Nordrhein-Westfalen (46,3 Prozent), Niedersachen (49 Prozent), Thüringen (51,5 Prozent) oder auch Berlin (65,8 Prozent).

Dabei sieht die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Thüringen in Ganztagsschulen Möglichkeiten zur Verbesserung der Bildungschancen - besonders für Kinder und Jugendliche aus bildungsfernen Verhältnissen. Spitzenreiter ist das Land Hamburg, wo 91 Prozent der Schüler in eine Ganztagsschule gehen. Zwar gab es im Schuljahr 2015/2016 viermal mehr Plätze in der Ganztagsbetreuung als noch 15 Jahre vorher, wie eine am Dienstag in Gütersloh veröffentlichte Studie der Bertelsmann-Stiftung ergab.

Die Erweiterung um 31.400 Lehrkräfte sowie weitere 16.200 pädagogische Fachkräfte würde jährlich etwa 2,6 Milliarden Euro kosten.

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