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Trump bringt Soldaten-Witwe zum Weinen

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US-Präsident Donald Trump umgibt sich gern mit Militärs

Neuer Ärger für US-Präsident Donald Trump: Ihm wird vorgeworfen, rüde mit der Witwe eines im Einsatz getöteten US-Soldaten umgesprungen zu sein. Dabei kannte er noch nicht einmal den Namen des im Niger getöteten Soldaten.

Diesmal dreht sich die Empörung der Öffentlichkeit um einen Kommentar, den Trump gegenüber der schwangeren Witwe eines der gefallenen US-Soldaten geäussert haben soll. Bei der Ankunft der Särge der gefallenen Soldaten auf amerikanischem Boden fehlte Trump.

Der Aufruhr ist groß, weil allgemein bekannt ist, dass alle US-Präsidenten großen Wert darauf gelegt haben, gefallenen Soldaten die Ehre zu erweisen. Die Abgeordnete Frederica Wilson berichtete, Trump habe der Frau am Telefon in nüchternem Ton gesagt, ihr Mann habe "gewusst, worauf er sich einließ, als er sich verpflichtete". Trump soll hinzugefügt haben: "Aber ich nehme an, es tut trotzdem weh".

Trump wies die Vorwürfe zurück. Diese angekündogten Beweise blieb er aber bis jetzt schuldig.

► Wilson hörte nach eigenen Angaben einen Teil des Telefonats mit. Die Worte des Präsidenten seien "schrecklich" und "unsensibel" gewesen, sagte die Parlamentarierin der oppositionellen Demokraten dem Sender MSNBC. Sie habe geweint und sei nach dem Gespräch "zusammengebrochen".

Wilson entgegnete auf den Tweet des Präsidenten, dass Trump ein "kranker Mann" sei. Ihr 25-jähriger Ehemann war Anfang des Monats während eines Anti-Terror-Einsatzes im Niger in einen Hinterhalt geraten.

Der Sergeant ist einer von vier US-Soldaten, die kürzlich bei einer Spezialoperation in Niger getötet worden waren. Trump hatte bereits in den vergangenen Tagen mit seiner Reaktion auf diesen Vorfall für Kritik und Empörung gesorgt. Er reagierte daraufhin zu Wochenbeginn mit der Ankündigung, dass er die Hinterbliebenen anrufen werde. Er erinnerte daran, dass Obama im Jahr 2009 persönlich die sterblichen Überreste von insgesamt 18 in Afghanistan gefallenen Soldaten und anderen US-Bürgern in Empfang genommen habe. Seine Vorgänger hätten solche Anrufe meist nicht gemacht, fügte Trump hinzu.

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