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Flynn verhandelte mit Türkei

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Bereits in der Russland-Affäre wird gegen Es Sicherheitsberater Flynn ermittelt. Nun wird er verdächtigt mit türkischen Vertretern Absprachen über die Auslieferung des türkischen Oppositionellen Gülen gemacht zu haben

Washington - Vertreter der türkischen Regierung sollen einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge dem früheren Trump-Vertrauten Michael Flynn (58) im vergangenen Jahr mehrere Millionen Dollar für eine Entführung des Predigers Fethullah Gülen aus den USA angeboten haben. Dabei sei unter anderem die Frage zur Sprache gekommen, ob der regierungskritische türkische Prediger Gülen heimlich in einem Privatjet aus den USA auf die türkische Gefängnisinsel Imrali ausgeflogen werden könnte, berichteten NBC und "Wall Street Journal". Flynn war designierter Nationaler Sicherheitsberater, das Amt trat er im Januar nach Trumps Vereidigung an.

Flynns Anwälte wiesen die Vorwürfe des "Wall Street Journals" entschieden zurück! Unklar sei aber, wie detailliert die Beratungen waren und ob tatsächlich bereits Geld geflossen sei, betonten die US-Medien. "Aber in den heutigen Nachrichten wurden Anschuldigungen gegen General Flynn erhoben - von Entführung bis Bestechung -, die dermaßen empörend und vorverurteilend sind, dass wir hier ein Ausnahme machen: Sie sind falsch".

Nach Angaben des Blattes sind das Treffen und der angebliche Plan Gegenstand der Untersuchungen von FBI-Sonderermittler Robert Mueller. Aber diese Ermittlungen haben sich inzwischen verästelt.

Gülen verfügt in der Türkei über eine große Anhängerschaft. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hält die Gülen-Bewegung für den Drahtzieher des gescheiterten Putschversuches im Juli 2016 und hat bisher vergeblich auf eine Auslieferung des Geistlichen gedrungen. Seitdem gehen die türkischen Behörden mit grosser Härte gegen vermeintliche Gülen-Anhänger vor.

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