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Macron überrascht mit Reise nach Saudi-Arabien

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UN rufen Iran und Saudi Arabien zu Mäßigung auf

Von Riad aus kündigte der umstrittene libanesische Ministerpräsident Saad Hariri am vergangenen Wochenende seinen Rücktritt an. Über Jahrzehnte seien mehr als 86 Milliarden Euro systematisch veruntreut worden, sagte er. Macron traf sich am Donnerstag mit dem saudi-arabischen Kronprinz Mohammed bin Salman in Riad. Der 32-Jährige gilt als eigentlicher Herrscher des Landes und steht auch an der Spitze eines neu geschaffenen Anti-Korruptionskomitees. Hariri griff während seiner Erklärung die im Libanon einflussreiche Schiitenmiliz Hisbollah an - deren Geldgeber und Schutzmacht wiederum Iran ist.

Saudi-Arabiens mächtiger Kronprinz hat den Ton gegenüber dem Iran deutlich verschärft und dem Erzfeind eine "direkte militärische Aggression" vorgeworfen.

Hört man genau auf den Wortlaut des CNN-Gesprächs, so fällt auf, dass al-Jubeir auf genaue Nachfragen, die ihn festlegen wollen, dass der Raketen-Angriff von ihm offiziell als "Kriegsakt" erklärt wird, auf andere Formulierungen ausweicht. Trotz Anschuldigungen gegen den Iran, den Konflikt zu schüren und die Anfachung des Konflikts durch saudische Koalitionen, will Dschawad Sarif den Glauben an den Frieden nicht verlieren. Diese versuche, ihre politischen Niederlagen in Jemen, Syrien und Katar mit absurden Unterstellungen gegen Iran zu vertuschen, sagte Waesi nach Angaben der Nachrichtenagentur ISNA.

Im Libanon herrscht eine fragile Machtteilung zwischen Sunniten, Schiiten und Christen. Bereits zwischen 1975 und 1990 tobte dort ein Bürgerkrieg. 2006 kam es zu einem Krieg zwischen Israel und der Hizbollah.

Saudiarabien fordert den Ausschluss der Hizbollah aus der Regierung. Saudiarabien solle sich aus der libanesischen Politik heraushalten, hiess es in einer Stellungnahme. In Libanon gibt es Spekulationen, Hariri sei von Saudiarabien zum Rücktritt gezwungen oder überredet worden. Hariri reiste, offenbar um diese Gerüchte zu zerstreuen, am Dienstag in die Vereinigten Arabischen Emirate. In den Tagen zuvor habe er bereits Kontakt zu diplomatischen Vertretern der Europäischen Union, Großbritanniens und der USA aufgenommen.

Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron beschloss zudem überraschend, sein Reiseprogramm im Mittleren Osten zu ändern und noch am Donnerstagabend nach Saudi-Arabien zu reisen.

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