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ADAC muss fast 90 Millionen Euro Steuern nachzahlen

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Der ADAC ist der größte Automobilclub in Europa

Ein massiver Stellenabbau ist die Folge. Der ADAC müsse neuerdings Versicherungssteuer abführen und habe deswegen unlängst knapp 90 Millionen Euro an den Fiskus überwiesen. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

Der ADAC habe die Forderung akzeptiert und fristgerecht bezahlt, heißt es in dem Bericht weiter, der sich auf einen Sprecher des Automobilclubs beruft. Auch für die Jahre ab 2016 müsse der Automobilclub jährlich mit Versicherungssteuer in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe rechnen, welche die Finanzverwaltung auf Teile der Beitragseinnahmen erhebe.

Die Steuerbehörde argumentierte demnach, dass der ADAC mit der Mitgliedschaft wie jedes Versicherungsunternehmen Pannen- und Unfallhilfeleistungen verkaufe.

Nach der Affäre um die über Jahre manipulierten Leserabstimmungen zum "Auto des Jahres" hatte sich der ADAC eine neue Struktur gegeben: Beim Verein ist die Pannenhilfe verblieben, die kommerziellen Geschäfte wurden an eine Aktiengesellschaft übertragen, Forschung und wohltätige Aktivitäten an eine Stiftung. Noch in dieser Woche würden die Geschäftsleitung und der Betriebsrat Beratungen über einen Interessenausgleich und einen Sozialplan aufnehmen. Bis Ende des Monats sollten sie abgeschlossen sein.

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