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Medizin

Ausland als Vorbild Steuer auf ungesunde Lebensmittel soll Übergewicht stoppen

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Lebensmittel-Steuer

Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Universität Hamburg, die unter anderem von der Deutschen Adipositas Gesellschaft (DAG) und der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) in Auftrag gegeben wurde.

Berechnet wurden Ernährungsverhalten und Gewichtsentwicklung der Bevölkerung, wenn Obst und Gemüse gar nicht, ungesunde Lebensmittel aber höher als bisher besteuert werden. In Österreich liegt der Mehrwertsteuersatz von Lebensmitteln generell bei zehn Prozent. Das ergab eine Studie, die gemeinsam mit dem Ernährungsbericht 2017 vergangene Woche im Gesundheitsministerium präsentiert wurde.

Im Ausland ist man bereits weiter: Frankreich erhebt seit 2012 eine Steuer auf gesüßte Getränke. Auch in Berkeley (Kalifornien) gibt es eine höhere Steuer auf Softdrinks. Zudem änderten Hersteller von Fertigprodukten nach Steueranpassungen häufig ihre Rezepturen und reduzierten Fett und Zucker.

Fast 20 Prozent der Deutschen sind nicht nur zu dick, sondern stark übergewichtig, die Zahl steigt.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) ist inzwischen jeder vierte bis fünfte Deutsche stark übergewichtig. Starkes Übergewicht erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Krebs.

Die Idee einer stärkeren Regulierung der Lebensmittelpreise ist in Deutschland nicht neu. In Großbritannien müssen Getränkehersteller ab April 2018 eine Zucker-Abgabe zahlen. Die Idee stieß auf ein geteiltes Echo.

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