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Russland macht Druck für Syrienlösung

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Erdogan hatte eine russisch-amerikanische Erklärung zum Syrienkrieg im Vorfeld seines Besuchs kritisiert

Russlands Präsident Putin und sein türkischer Kollege Erdogan haben bei einem Treffen in Sotschi über den Krieg in Syrien gesprochen. Erdogan hatte die Erklärung vor dem Treffen mit Putin kritisiert.

Erdogan betonte, man sei sich einig darüber, sich auf eine politische Lösung des Syrien-Konflikts konzentrieren zu wollen. Ankara bekämpft die PYD als Teil der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK.

Mit US-Präsident Donald Trump stimmte Putin am Rande des APEC-Gipfels in Vietnam eine Erklärung ab, für Syrien eine Friedenslösung im Rahmen des Genfer Friedensprozesses zu suchen. Auch zwei weitere kurdische Gruppen stehen auf der Einladungsliste des russischen Außenministeriums.

Moskau macht seit Monaten Druck für eine Syrienlösung nach seinen Vorstellungen. Militärisch haben Russland und der Iran der Armee des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad zu weiten Geländegewinnen verholfen. "Unsere gemeinsame Arbeit mit der Türkei und dem Iran im Astana-Prozess liefert konkrete Ergebnisse". Sie schreiten schneller voran als der Genfer Friedensprozess unter Führung der UN. In Katar kommt der strategische Kooperationsrat beider Länder unter Teilnahme des türkischen Staatpräsidenten zum dritten Mal zusammen.

Moskau und Ankara haben sich wieder angenähert nach einer Eiszeit, die ausgelöst worden war, nachdem die Türkei einen russischen Kampfjet abgeschossen hatte. Das NATO-Mitglied Türkei will bei Russland das moderne Flugabwehrsystem S-400 kaufen, was in den USA auf Kritik stößt.

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