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Barbie gibt es bald auch mit Hidschab

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Ibtihaj Muhammad bei einer Gala in New York mit der Barbie für die sie die Vorlage bildete. Hier trägt die Puppe keinen Sportdress

Auch US-Turnerin Gabby Douglas und Regisseurin Ava DuVernay ("Selma") sind bereits mit eigenen Barbies in der "Sheroe"-Serie vertreten - beide Frauen haben schwarze Haare und dunkle Haut".

Im Herbst nächsten Jahres soll eine Puppe hinzukommen, für die die amerikanische Säbelfechterin Ibtihaj Muhammad als Vorbild dient. Sie sorgte bei den Olympischen Spielen in Rio für Schlagzeilen, da sie die erste Amerikanerin war, die mit einem Hidschab antrat. Dort gewann sie eine Bronzemedaille. Dementsprechend trägt die Barbie ein muslimisches Kopftuch, das Haare, Hals und Brust bedeckt. "Wir hoffen, diese Puppe zeigt Mädchen, dass sie alles sein können", erklärt der Spielehersteller mit Sitz in El Segundo in Kalifornien. Der Hidschab bezeichnet das traditionelle islamische Kopftuch. Sie selbst zeigte sich auf Twitter begeistert: Es mache sie stolz, dass kleine Mädchen überall auf der Welt mit einer Barbie spielen könnten, die ein Kopftuch trägt. Außerdem gibt es Barbies, die nicht nur hübsche Ballkleider, sondern auch Arztkittel, Headsets und Pilotenuniformen tragen - schließlich könnten "Mädchen alles sein, was sie wollen". Die Reaktionen fallen höchst unterschiedlich aus. Mattel habe sie aufgefordert, dem Gesicht dieser speziellen Barbie einen starken Eyeliner zu verpassen und die Beine der Puppe deutlich athletischer und stärker zu formen.

Für die Hidschab-Barbie gibt es übrigens noch eine andere Anregung: Anfang 2016 hatte die Nigerianerin Haneefa Adam mit einer selbst entworfenen "Hijarbie" für Aufsehen gesorgt: Sie nähte muslimische Kleidung für die Puppe, inklusive Hidschab. "Das bunte und tolerante Weihnachten kann kommen", schreibt ein Nutzer. Damit sei für sie ein Kindheitstraum wahr geworden. Sie wolle ein Vorbild für muslimische Mädchen schaffen, erklärte die Bloggerin damals.

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