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Emirate raten Deutschland zu strengerer Kontrolle von Moscheen

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Der Toleranzminister der Vereinigten Arabischen Emirate Scheich Nahjan bin Mubarak Al Nahjan

"Es muss eine Lizenz dafür geben", zitiert der Sender den Scheich Nahjan Mubarak Al Nahjan, der in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) für Toleranzfragen zuständig ist.

"Man kann nicht einfach eine Moschee öffnen und jedem erlauben, dorthin zu gehen und zu predigen".

In den autoritär regierten Vereinigten Arabischen Emiraten gelten viele Bürger- und Menschenrechte nur eingeschränkt. Menschenrechtler kritisieren, dass es keine richtige Meinungsfreiheit gibt und Menschenrechte verletzt werden. Die VAE haben dem Minister zufolge immer Hilfe bei der entsprechenden Ausbildung angeboten, bis heute jedoch sei sein Land nicht um Hilfe aus Europa gebeten worden. Eine Berliner Moschee war beispielsweise Anlaufpunkt des Weihnachtsmarkt-Attentäters Anis Amri. Geheimdienste und Sicherheitskräfte hätten dadurch in der Vergangenheit schon einige terroristische Anschläge verhindert, heißt es. Die europäischen Länder hätten es zwar gut gemeint, als sie "diesen Leuten" erlaubten, ihre eigenen Moscheen und ihre eigenen Gemeindezentren zu betreiben. Doch religiöse Führer müssten ausgebildet sein, sich mit dem Islam auskennen und eine Lizenz haben. Schließlich könne in Europa auch niemand einfach in eine Kirche gehen und die Predigt halten.

In Deutschland ist es noch so, dass der Staat sich nicht in die Auswahl der Imame einmischt. Im Zuge der Terror-Ermittlungen nach dem Anschlag wurde die Fussilet-Moschee von den Behörden geschlossen.

Im November 2016 hatte die Polizei einen Prediger aus Hildesheim verhaftet. Er ist angeklagt, junge Muslime für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angeworben zu haben.

In der Bundesrepublik beobachtet der Verfassungsschutz Dutzende Moscheen.

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