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Nach Steueraffäre bei Sparkassen-Boss: Fahrenschon will Amt niederlegen

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Schlinge um Fahrenschon schließt sich

Die gewählten Vizepräsidenten sollen Fahrenschons Geschäfte weiterführen: Das bringe den ersten Vizepräsidenten Thomas Mang, der Präsident des Sparkassenverbandes Niedersachsen ist, in eine herausgehobene Stellung.

Georg Fahrenschon, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, zieht die Konsequenzen aus seiner Steueraffäre: Er will sein Amt niederlegen.

Die mächtigen Regionalfürsten hatten auf Mangs Einladung in Hannover über Fahrenschons Steueraffäre beraten - allerdings ohne den DSGV-Chef. Die Kritik an seinem Verhalten in der Affäre um zu spät eingereichte Steuererklärungen hielt gestern an. Bei dem Krisentreffen könnte bereits das Ende von Fahrenschon als Verbandspräsident besiegelt werden, hieß es. Und weiter: "Aktuelle Beschlusslage in den DSGV-Gremien ist, dass die Wahl des DSGV-Präsidenten verschoben und der Ausgang eines gerichtlichen Verfahrens abgewartet wird". "Er versuchte, uns auszutricksen". Denn tags zuvor war bekannt geworden, dass die Staatsanwaltschaft München beim zuständigen Amtsgericht einen Strafbefehl gegen ihn beantragt hat. Außer der mutmaßlichen Steuerhinterziehung wird dem früheren bayrischen Finanzminister vor allem angekreidet, den Strafbefehl gegen seine Person monatelang verheimlicht zu haben. Fahrenschon bestreitet eine vorsätzliche Straftat und hat Widerspruch eingelegt. Zuletzt mehrten sich die Stimmen im öffentlich-rechtlichen Sektor, dass der 49-Jährige an der Verbands-Spitze nicht mehr zu halten sei. Ursprünglich hatte sich Fahrenschon ungeachtet des Steuerverfahrens wiederwählen lassen wollen. Mittlerweile hat Fahrenschon seine Steuern gezahlt. Eigentlich sollte Fahrenschon vorige Woche wiedergewählt werden.

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