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Medizin

Die Deutschen haben immer weniger Angst

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Gesundheitsmagazin – DAK-Studie: Weniger Angst vor Krebs und Demenz Engagement für die eigene Gesundheit

Hamburg - Schwere Krankheiten wie Krebs und Demenz verlieren für viele Menschen in Deutschland langsam ihren Schrecken. Derzeit fürchten sich 65 Prozent der Bundesbürger vor einem bösartigen Tumor. Ein weiteres zentrales Ergebnis: Jeder dritte junge Mensch zwischen 14 und 29 Jahren hat Angst vor einer psychischen Erkrankung.

Seit 2010 untersucht das Forsa-Institut für die Krankenkasse DAK-Gesundheit die Angst der Deutschen vor Krankheiten. 2010 hatten 73 Prozent diese Befürchtung geäußert, im vergangenen Jahr noch 69 Prozent. Ein die Möglichkeit eines Unfalls mit schweren Verletzungen ängstigte 39 Prozent aller Befragten (minus sieben Prozentpunkte), Alzheimer und Demenz 40 Prozent (minus fünf Prozentpunkte). 2010 war es noch jeder Zweite. Ein Herzinfarkt ist für 35 Prozent ein Thema (minus drei Prozentpunkte). Faktisch werden psychische Erkrankungen jedoch bei älteren Menschen deutlich häufiger diagnostiziert als bei jungen Erwachsenen. Ähnlich verhält es sich bei Diabetes: Auch hier gaben vor allem junge Menschen zwischen 14 und 29 Jahren an, Angst vor der Erkrankung zu haben. 36 Prozent in dieser Altersgruppe fürchten, an Burn-out, Depressionen oder anderen Seelenleiden zu erkranken. Angst vor einer Geschlechtskrankheit wie Aids äußerten nur noch 9 Prozent (2010: 14 Prozent).

Die Kehrseite: Damit sinkt auch das Engagement für die eigene Gesundheit. Auch regelmäßige sportliche Aktivitäten und gesunde Ernährung sind zurückgegangen (2017: 76 und 71 Prozent vs. 2010: 80 und 77 Prozent). 2010 waren es noch 60 Prozent. "Gegebenenfalls besteht ein Zusammenhang mit der guten medizinischen Aufklärung und einem Vertrauen in die moderne Medizin", sagte DAK-Ärztin Elisabeth Thomas. Laut der Umfrage bewerten 88 Prozent ihren Gesundheitszustand als gut oder sehr gut.

Gleichzeitig engagieren sich deutlich weniger Menschen für ihre Gesundheit.

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