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Stadt München steigt von Linux auf Windows um

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Stadt München steigt von Linux auf Windows um

Elf Jahre später wurden bereits erste Stimmen laut, die Stadt wolle wieder auf Windows umsatteln. Diese als hoch eingeschätzten Kosten sollen nun erneut durch einen Sachverständigen geprüft und dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt werden, und zwar bis Ende 2018. Innerhalb der nächsten sechs Jahre soll dieses Projekt die Stadt München insgesamt 86,1 Millionen Euro kosten.

Die Münchner Stadtverwaltung will ein einheitliches Windows-IT-Umfeld in Wert von 81,6 Millionen Euro einrichten.

Wie eine Sitzungsvorlage zeigt, werden 14 Millionen Euro für Personalkosten benötigt, 24 Millionen Euro für externe Beratung, 13,4 Millionen für Dienstleistungen, 4,8 Millionen für Hardware-Zubehör und 29,9 Millionen unter anderem für Windows- und MS-Office-Lizenzen. Die Ermittlung von Anforderungen, Tests, Schulungen und die Abnahme des einheitlichen Arbeitsplatzes sollen weitere 3,1 Millionen Euro verschlingen.

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Die Ausgaben rechtfertigt die Stadt München in dem Dokument mit der Empfehlung des Gutachters, zur "Steigerung der Leistungsfähigkeit der IT" die Windows-Clients komplett neu aufzubauen, inklusive der zugehörigen Infrastruktur. In einer Übergangsphase sollen die städtischen Angestellten jedoch Zugriff auf Windows und den LiMux-Client haben. Aktuell nutzt München noch zahlreiche Makros und Formulare in der kostenlosen Software Libre Office. Von der Umstellung und der damit verbundenen Entwicklung eines einheitlichen Clients sind rund 10.700 Windows-Standard-Clients und 18.500 LiMux-Clients betroffen.

Anfang November hatte sich ein Ausschuss des Stadtrats für den Umstieg von Linux auf Windows 10 entschieden. Sie soll bis spätestens Ende 2020 stehen. Frühestens 2022 soll die Migration dann abgeschlossen sein.

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