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Documenta-Chefin geht nach Millionendefizit

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Annette Kulenkampff Geschäftsführerin der documenta geht

Die Geschäftsführerin der "documenta und Museum Fridericianum gGmbH", Annette Kulenkampff, scheidet vorzeitig zum 1. Juni 2018 aus ihrem Dienst aus, teilte die Stadt Kassel am Montag (27.11.2017) mit.

Annette Kulenkampff hört als Geschäftsführerin der Kasseler Documenta auf.

Die Documenta verzeichnet ein Millionendefizit, wie jetzt die Deutsche Presse-Agentur meldet.

Sie ist seit 2014 Geschäftsführerin der documenta GmbH, in ihre Amtszeit fällt somit die documenta 14, die nach einem aktuellen Stand ein Defizit von 5,4 Millionen Euro hervorgebracht hat. Ebenfalls offen ist, wer künftig die Führung der gemeinnützigen Documenta-Gesellschaft übernimmt. Das Finanzloch war bereits im September kurz vor dem Ende der Ausstellung bekannt geworden. Die Stadt Kassel und das Land Hessen haben die Zahlungsfähigkeit mit einer Bürgschaft von acht Millionen Euro gesichert.

Und zentrale Fragen sind weiter nicht beantwortet. Die internationale Szene hat aufmerksam verfolgt, wie sich Oberbürgermeister Geselle als Aufsichtsratsvorsitzender noch während der laufenden 14. Ausgabe der Weltkunstschau vom Konzept des künstlerischen Leiters Adam Szymczyk distanzierte und den zweiten Standort Athen in der Öffentlichkeit diskreditierte. Die Ursache wären Personal-, Transport-, Raum- und Sicherheitspersonalkosten gewesen.

Dass Geschäftsführung und Aufsichtsrat zuletzt keine gemeinsame Linie hatten, zeigte sich Anfang Oktober: Während Wirtschaftsprüfer die Bilanzen der Kunstausstellung unter die Lupe nahmen, preschte die Geschäftsführerin vor. Wer ihr Nachfolger wird, ist noch unklar. Alles sei korrekt abgelaufen, sagte sie in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ). Und man wolle noch bis Mitte nächsten Jahres mit Kulenkampff zusammenarbeiten.

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