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Ikea: In Deutschland um 2,4 Prozent gewachsen

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Vor dem Möbelhauses Ikea stehen Einkaufswagen

Der Möbelhändler Ikea hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/2017 trotz weiter gestiegener Umsätze weniger Gewinn verzeichnet. In Deutschland war das Wachstum niedriger, hier legte der Umsatz um 2,4 Prozent auf 4,867 Milliarden Euro zu. Zu dem aktuellen Umsatzplus hat unterem anderem die Neueröffnung von drei Einrichtungshäusern in Wuppertal (September 2016), Wetzlar (Mai 2017) und Magdeburg (August 2017) beigetragen. Im laufenden Geschäftsjahr kommt nur die Erweiterung der Filiale in Kaarst bei Düsseldorf hinzu. Grundsätzlich hält Ikea rund 70 Märkte in Deutschland für realistisch. Sie sind gegenüber dem Vorjahr um 16,7 Prozent auf 23,7 Milliarden Euro angestiegen. In den letzten zehn Jahren hat das Möbelhaus im Durchschnitt jeweils eine Steigerungsrate von 6,1 Prozent erreicht. Der weltweite Einzelhandelsumsatz des Ikea-Konzerns wuchs im Jahresvergleich auf bereinigter Basis um 3,8 Prozent auf 34,1 Milliarden Euro.

Auch das Food-Geschäft in den Restaurants und mit Lebensmitteln entwickelte sich in Deutschland mit 4,1 Prozent Zuwachs auf 230,5 Millionen Euro besser als der stationäre Möbelhandel. Zuletzt war darüber spekuliert worden, dass Ikea auch außerhalb seiner Möbelmärkte gastronomische Betriebe eröffnen könnte. Ikea bestätigte entsprechende Überlegungen, betonte aber gleichzeitig, dass es noch keine konkreten Pläne gebe. Das Unternehmen betreibt 355 der weltweit 403 Ikea-Häuser als Franchise-Nehmer. Daher sind die Angaben des Ikea-Konzerns über Gewinn und bezahlte Steuern nur eingeschränkt aussagekräftig. Der Ikea-Konzern beziffert seinen weltweiten Überschuss auf 2,5 Milliarden Euro nach 4,2 Milliarden Euro im Jahr zuvor.

Die Zahlen seien wegen einer umfassenden Umstrukturierung nicht unmittelbar vergleichbar, sagte eine Sprecherin am Sitz der deutschen Ikea-Gesellschaft in Hofheim bei Wiesbaden. So sei das früher berücksichtigte Großhandelsgeschäft auf eine andere Gesellschaft innerhalb der Gruppe verlagert worden.

Das operative Ergebnis fiel mit 3 Milliarden Euro um einen Drittel tiefer aus, was Ikea im Geschäftsbericht mit dem Verkauf von Unternehmensteilen und höheren Kosten für die Ausweitung des Geschäfts erklärt.

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