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"Werbelüge des Jahres 2017": Alete erhält "Goldenen Windbeutel"

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Dreisteste Werbelüge: Alete erhält Goldenen Windbeutel

Berlin. Der Goldene Windbeutel 2017 geht an Alete: Bei einer Online-Abstimmung der Verbraucherorganisation Foodwatch wählte eine große Mehrheit der mehr als 70.000 Teilnehmer die Versprechen rund um einen zuckrigen Babykeks des Herstellers zur dreistesten Werbelüge des Jahres.

Das Unternehmen vermarktet das Produkt für Säuglinge ab dem achten Monat "zum Knabbernlernen" trotz dem hohen Zuckeranteil. "Alete nutzt sein positives Image bei Eltern aus, um auf Kosten der Kleinsten Kasse zu machen - das grenzt an Körperverletzung durch Irreführung", erklärte Sophie Unger von Foodwatch. Die Kritiker fordern den Babynahrungshersteller daher auf, das Produkt vom Markt zu nehmen und sein Sortiment zu überarbeiten. Der Keks enthalte 25 Prozent Zucker und fördere damit Karies. Für Foodwatch ist dies nicht ausreichend, da der Hersteller die Kekse weiterhin für Babys empfehle. Beim letzten Mal 2014 wählten Verbraucher "Alete Trinkmahlzeiten" zur "Werbelüge des Jahres": Alete reagierte bereits auf die Nominierung mit der Ankündigung, "Kinderkeks" nicht mehr als "babygerecht" zu bezeichnen.

Außer dem Babykeks waren für den "Goldenen Windbeutel" auch ein Protein-Drink der Firma Bauer, eine Ochsenschwanz Suppe ohne Ochsenschwanz von Continental Foods, ein Müsli von Kellogg's und ein Omega-3 Pflanzenöl von Unilever nominiert. In diesem Jahr vergibt Foodwatch den Negativpreis zum siebenten Mal.

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