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PSA will Geld von GM zurück

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PSA-Chef und Opel Aufsichtsratschef Carlos Tavares bei der Vorstellung des Opel-Sanierungsplans

Rüsselsheim - Opel-Käufer PSA will laut einem Medienbericht von General Motors, der ehemaligen Mutter des deutschen Autobauers, Geld zurück. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, fordert PSA nun mehr als 500 Millionen Euro zurück, ein Insider sprach von einer Summe zwischen 600 und 800 Millionen. Der französische Autobauer hatte rund 1,3 Milliarden Euro für Opel bezahlt. Die drei Autobauer lehnten eine Stellungnahme ab.

Das "Handelsblatt" bezieht sich dabei auf Insider, die demnach sagen: PSA sehe sich getäuscht, was die Abgas-Strategie der Rüsselsheimer angeht. Die Franzosen hätten GM deshalb mitgeteilt, dass sie mehr als eine halbe Milliarde zurückzufordern gedenken.

Aus Insiderkreisen, so "Spiegel Online", habe Reuters erfahren, dass PSA zu diesem Zweck juristische Schritte einleiten will. Soweit ist es allerdings noch nicht, noch laufen Gespräche zwischen beiden Seiten.

PSA-Chef Carlos Tavares hatte Anfang November gesagt, dass der seit Jahren Verluste schreibende Autobauer Opel "in einer dramatischen Lage" sei und es derzeit nicht schaffe, das Ziel von 95 Gramm CO2-Ausstoß je Kilometer zu schaffen. Das könnte empfindliche Strafen nach sich ziehen und richtig teuer werden. Denn: Opel schaffe es bisher nicht, die von der EU geforderten Abgas-Grenzwerte einzuhalten. Nachholbedarf hat Opel vor allem bei der Umstellung auf Elektro- und Hybridautos. Neben möglichen Kosteneinsparungen ist das einer der Gründe, weshalb PSA die Opel-Modelle möglichst bald auf Plattformen aus dem eigenen Haus umstellen will.

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