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Platziert Siemens seine Tochter in Frankfurt?

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Beim Börsengang der Medizintechniksparte von Siemens läuft es offenbar auf Frankfurt hinaus. Das hat der Aufsichtsrat des Konzerns in seiner Sitzung am Mittwoch beschlossen. "Das wäre ein Stich gegen New York", sagt ein Händler. Als hochliquider Handelsplatz ist Frankfurt attraktiv für Investoren aus der ganzen Welt. Die Börsennotierung gibt Siemens Healthineers unternehmerische Flexibilität und Zugang zum Kapitalmarkt. "Ziel ist es, nachhaltig und profitabel zu wachsen und die Paradigmenwechsel der Gesundheitsbranche aktiv zu gestalten", so Michael Sen. Dafür werde die SiemensSiemens Healthineers AG gegründet. "Unsere Vorbereitungen für den Börsengang liegen voll im Plan". Nach seinen bisherigen Aussagen wird der Elektrokonzern "mittelfristig die Führung behalten". Mitbestimmung, Tarif- und Arbeitsbedingungen blieben erhalten.

Geplant ist der Börsengang für das erste Halbjahr 2018. Der Börsengang der Medizinsparte zeige, dass sich wirtschaftliche Weichenstellungen und die Interessen der Beschäftigten "durchaus unter einen Hut bringen lassen - wenn das Management offen für einen konstruktiven Austausch ist", sagte der Gewerkschafter mit Blick auf den Streit über den Abbau von 6.900 Stellen in der Kraftwerkssparte. Für die Deutsche Börse wäre dieser Schritt leicht positiv. Analysten schätzen, dass Siemens Healthineers bis zu 40 Milliarden Euro wert ist. Die Sparte erwirtschaft mit weltweit 47.000 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 14 Milliarden Euro, den größten Teil davon in den USA. Siemens will dabei eine Minderheitsbeteiligung platzieren. Zum anderen soll sie damit die Möglichkeit bekommen, Übernahmen mit eigenen Aktien zu bezahlen.

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