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Franziskus spricht Rohingya doch noch direkt an

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Papst Franziskus in Bangladesch

Der Papst sicherte Angehörigen der muslimischen Minderheit, die aus Myanmar nach Bangladesch geflohen sind, seine Solidarität zu.

Rohingya-Flüchtlinge
Franziskus spricht Rohingya doch noch direkt an

Von Myanmar - der ersten Etappe der päpstlichen Reise - sind seit August mehr als 620.000 Rohingya vor brutaler Militärgewalt nach Bangladesch geflüchtet. Bei seinem dreitägigen Aufenthalt in der Hauptstadt Dhaka ist morgen ein interreligiöses Treffen angesetzt, bei dem Rohingya dabei sein sollen. Sie bekommen dort keine Staatsangehörigkeit und werden auch nicht als Ethnie anerkannt. Der Papst war dafür kritisiert worden, dass er in Myanmar das Leid der Rohingya nicht direkt angesprochen hatte. Das Katholiken-Oberhaupt sprach mit jedem einzelnen, hielt sie an den Händen und war sichtlich betroffen. Er sprach Italienisch und das Wort "Rohingya" klang wie "Rossinga". Der Vatikan musste bestätigen, dass der Pontifex nun tatsächlich das Wort "Rohingya" gesagt habe, denn es war für die Dolmetscher unverständlich gewesen und wurde nicht übersetzt.

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