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Unterhaltung

Paket mit Nägeln in Potsdam entschärft

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Polizeieinsatz in der Potsdamer Innenstadt in der Brandenburger Straße au Höhe Dortustraße

Bombenalarm am Potsdamer Weihnachtsmarkt: Sprengstoffexperten der Bundespolizei machten am Freitag ein Paket unschädlich, in dem sich eine Blechbüchse mit Nägeln sowie Drähte und ein verdächtiges Pulver befanden. Die Brandenburger Polizei vermeldete über den Onlinedienst Twitter zunächst den Fund einer "USBV" (Unkonventionellen Spreng- und Brandvorrichtung), einige Straßen wurden geräumt, die Feuerwehr richtete Notunterkünfte für betroffene Bewohner ein.

Laut den "Potsdamer Neuen Nachrichten" sei das Paket an eine Apotheke geliefert worden, ein Mitarbeiter entdeckte Drähte und verdächtige Technik an der Lieferung. In der Potsdamer Innenstadt wurde vorläufig ein Sperrkreis eingerichtet.

Nach dem Fund eines gefährlichen Pakets am Rande des Potsdamer Weihachtsmarkts suchen Polizisten nach weiteren verdächtigen Paketen. Es bestehe aber keine Gefahrenlage mehr.

Uhr: Die Spezialisten der Bundespolizei untersuchen gerade das Paket.

Auch am Abend sicherten zahlreiche Polizeikräfte den Potsdamer Weihnachtsmarkt ab. Medien berichteten von einem Knall.

Weihanchtsmarkt abgesperrt
Weihanchtsmarkt abgesperrt Quelle Julian Stähle

Auf dem Weihnachtsmarkt auf der Brandenburger Straße in Potsdam gibt es Verdacht auf Sprengstoff in einem Paket.

Schröter sprach von einem "sehr gut imitierten Sprengkörper". Die Hintergründe waren unklar. Der Oberbürgermeister von Potsdam, Jann Jakobs (SPD), sagte am Freitagnachmittag, die Angelegenheit sei "zutiefst beunruhigend". Die Polizei daraufhin einen Sperrbezirk von etwa 100 Metern ein. Die Polizei geht davon aus, dass der Markt am Samstag wieder geöffnet hat. Der Gegenstand sei kontrolliert entschärft worden. In vielen Städten wurden Betonbarrieren aufgestellt.

Der Vorfall hatte schlimme Erinnerungen geweckt: Im vergangenen Jahr war ein Weihnachtsmarkt in Berlin zum Ziel eines islamistischen Terroranschlags geworden, zwölf Menschen wurden dort getötet, weitere teils schwer verletzt. Am 19. Dezember 2016 war der Attentäter Anis Amri mit einem entführten Lastwagen in den Markt an der Berliner Gedächtniskirche gefahren. "Wir müssen erst abwarten, was genau da vorgefallen ist", sagte ein Sprecher der Behörde am Freitagabend. Ein anderer Polizeisprecher hatte zuvor bekräftigt, dass die Kollegen zum Beispiel auf Streife auf Weihnachtsmärkten sensibilisiert seien.

Vor dem Fund des Pakets sei der Bereich gut gefüllt gewesen, viele Menschen wären nach Feierabend über den Markt geschlendert. Seitenstraßen seien nun gesperrt und mit Pollern und schweren Fahrzeugen gesichert.

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