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Boris Becker: "Ich habe mehr Spiele gewonnen als verloren"

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Boris Becker war am Sonntag zu Gast im RTL-Jahresrückblick von Günther Jauch

Im Hinblick auf seine aktuelle Privat-Krise gab der dreimalige Wimbledon-Sieger Fehler zu. "Ich bemühe mich nach bestem Gewissen, dem Gläubiger, das ist die Bank, die Schulden zu zahlen", so Becker. Aber wir streiten uns um die Zinsen. "Sie würden gerne im hohen zweistelligen Bereich, ich nicht, weil es anders ausgemacht war", sagt er über sein Insolvenzverfahren, das gerade in Großbritannien läuft. "Was mein Privatleben angeht, bin ich in den letzten zehn Jahren deutlich ruhiger geworden", erklärt Becker, der mit seiner Frau Lilly und Sohn Amadeus in London lebt. Doch kein Tag ging dem aus Leimen stammenden Tennis-Held emotional so nah wie der 22. November, sein 50. Geburtstag. "Den einen oder anderen Doppelfehler habe ich gemacht, man konnte den auch nachlesen", blickte er außerdem auf sein bisheriges Leben zurück. "Aber ich bin ein Mensch, der offensiv ins Leben geht, der offensiv ans Netz gesprungen ist, der den zweiten Aufschlag riskant an die Linie gespielt hat. Hier und da musste ich aber auch eine Niederlage einstecken, das ist klar", sagte Becker. "Der Abend an meinem Geburtstag, da habe ich feuchte Augen bekommen".

Das Verfahren würde ihn als Privatperson betreffen. Sie sagen: Das ist ein Problem, aber wir unterstützen dich, du kommst da raus. Und dass er "sehr beschäftigt" sei. Die Marke Boris Becker lebt.

Becker will sich auch nicht vor seiner Verantwortung drücken, wie er sagte: "Ich könnte mich vom Arzt krankschreiben lassen, aber ich will diese Rechnung bezahlen". Beckers Fazit: "Wenn ich die Familie im Rücken habe, kann mir eigentlich nichts passieren". Ich habe sechs Monate rum, die nächsten sechs Monate kriege ich auch noch vorbei. Er bemühe sich, "aber die andere Seite muss natürlich mitspielen, denn die Uhr läuft für mich".

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