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EU beschließt "Schwarze Liste" für Steueroasen

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Schweizer und Europa Fahnen

Firmen und wohlhabende Menschen können Geldströme und Vermögen mit Hilfe von Steueroasen verschleiern. Die EU nimmt 17 solcher Oasen ins Visier.

Die EU-Finanzminister wollen am Dienstag in Brüssel eine schwarze Liste für Steueroasen auf den Weg bringen.

Die betroffenen Staaten und Gebiete täten aus Sicht der EU nicht genug, "um Steuerflucht zu bekämpfen", sagte der französische Minister Bruno Le Maire am Dienstag vor Journalisten in Brüssel.

Auf der Liste stehen nach Angaben aus EU-Kreisen folgende 17 Länder und Gebiete: Bahrain, Barbados, Grenada, Guam, Macau, die Marschall-Inseln, die Mongolei, Namibia, Palau, Panama, Samoa, Amerikanisch-Samoa, St. Lucia, Südkorea, Trinidad und Tobago, Tunesien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Offen blieb zunächst, welche möglichen Folgen - neben dem Imageverlust - mit einer Nennung in der Liste verbunden sein sollten.

Die EU arbeitet schon seit April 2016 an der schwarzen Liste, nachdem über die "Panama Papers" weltweit verbreitete Praktiken zu Steuerflucht und -vermeidung enthüllt worden waren. Sanktionen sind vorerst nicht vorgesehen - die EU setzt auf die Prangerwirkung durch die Aufnahme in die Liste. "Wir sind, was Steuertransparenz und die neuen Regeln der OECD anbelangt, ganz im Boot der EU".

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