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Razzia gegen Fans von Dynamo Dresden

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An der Würzburger  Zwickauer Straße lief eine der Maßnahmen

Dresden - Mit einer groß angelegten Razzia sind die Staatsanwaltschaft und Polizei Karlsruhe gegen Anhänger von Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden vorgegangen. Im Rahmen der Durchsuchungen in Dresden, Baden-Württemberg, Brandenburg und der Schweiz wurden mehr als 300 Beweismittel festgestellt.

Die Einsatzkräfte stellten neben teils verbotener Pyrotechnik auch Computer, Handys und Speichermedien in einer hohen zweistelligen Zahl sicher.

"Krieg dem DFB" Karlsruhe deshalb, weil in dieser Stadt rund 1.500 Dynamo-Hooligans im Mai für bürgerkriegsähnliche Zustände sorgten. Am 14. Mai waren rund 1500 Dynamo-Anhänger als selbsternannte "Football Army" in Tarnkleidung zum Stadion gelaufen.

Der überwiegende Anteil der Durchsuchungsobjekte liegt dabei in Dresden und Umgebung. 21 Beamte erlitten schmerzhafte Knalltraumata, auch zahlreiche Ordner wurden verletzt.

Am Stadion überrannten die Marschteilnehmer die Einlasskontrollen. Dabei wurde eine Vielzahl von Ordnern verletzt. Die Verfahren richten sich nicht gegen Personen, die bei dem Marsch lediglich als einfache Fans teilgenommen und sich nicht an den Gewalttätigkeiten beteiligt haben.

Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe leitete in der Folge mehrere Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung und Verstößen gegen das Versammlungsgesetz und Sprengstoffgesetz ein. So konnte Pyrotechnik auf die Ränge gebracht werden, die während des Spiels aus dem einheitlich uniformierten Gästeblock abgefeuert wurde. Sie werden beim Polizeipräsidium Karlsruhe von einer Ermittlungsgruppe "Dynamo" geführt.

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