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ProSiebenSat.1 will mit Neuorganisation 50 Mio Euro sparen

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Zu diesem Zwecke wird man den Bereich Digital Entertainment mit dem TV-Geschäft verschmelzen und ihn als Entertainment-Unit des Konzerns brandmarken.

Entertainment: Hier werden die Bereiche TV Broadcasting, Distribution, Advertising Platform Solutions (AdTech), SevenVentures und Digital Platforms (etwa maxdome, 7TV App) gebündelt. Dies wird kaum ohne einen Personalabbau zu leisten sein - Details dazu hat ProSiebenSat.1 zumindest in seiner ersten Mitteilung aber noch nicht verraten. Hoffnung legt man zudem auf Partnerschaften innerhalb der European Media Alliance, in der inzwischen zwölf Medienunternehmen aus Europa zusammenarbeiten.

Commerce: Im Commerce-Geschäft wird ProSiebenSat.1 unter dem Namen NCG - Nucom Group aktiv sein und die Tochterunternehmen künftig in vier Kategorien bündeln: Home Services & Mobility (Verivox, billiger-mietwagen.de, Käuferportal), Leisure & Relationships (mydays/Jochen Schweizer, Parship Elite Group, Amorelie), Health & Beauty (Flaconi, Windstar Medical) und Style (moebel.de, Stylight). Im Rahmen dieser Neuaufstellung will die Gruppe Einsparpotenziale von über 50 Millionen Euro netto bis 2019/2020 realisieren. Der Verkauf des Reise-Geschäfts steht weiter zur Debatte.

Bleibt schließlich noch der Bereich Commerce - und der erhält einen neuen Namen. Damals kündigte man an, dass man prüfen werde, ob man mit einem Konzernumbau darauf reagieren wolle. Oder wie es offiziell heißt: Man "führt den Review-Prozess zu einem möglichen Verkauf fort". Gespräche laufen bereits, neue Partnerschaften sollen voraussichtlich im 2. Quartal 2018 bekannt gegeben werden. Euro Umsatz in den digitalen Geschäftsfeldern zugleich zu einer relevanten Größe in diesem Bereich aufgestiegen. "Das alles war nur möglich, weil wir die Transformation und Diversifizierung des Konzerns seit 2009 systematisch vorantreiben", so Thomas Ebeling. Den größten Teil seines Gewinns wird ProSiebenSat.1 nicht im Konzern behalten, sondern an seine Aktionäre ausschütten - von 80 bis 90 Prozent ist die Rede.

Für das Gesamtjahr 2017 erwartet ProSiebenSat.1 weiter einen Anstieg des Konzernumsatzes im mittleren einstelligen Prozentbereich. Damit will man der angestrebten Entwicklung Rechnung tragen, sich immer unabhängiger vom klassischen TV-Geschäft zu machen - mittlerweile erwirtschaftet der Konzern nach eigenen Angaben mehr als die Hälfte seines Umsatzes außerhalb des klassischen TV-Geschäfts. Bis 2022 erwartet man ein Umsatzwachstum von mehr als einer Milliarde im Vergleich zu 2017, das sich durch Zukäufe noch erhöhen könne. Der Vorstandsvorsitzende Thomas Ebeling erklärte im "Manager Magazin", dass es quasi zu einer Abspaltung des florierenden Digitalgeschäfts von ProSiebenSat.1 kommen könnte, so dass die Bahn frei für dessen potentiellen, alleinigen Börsengang ist. Unser Management-Team und der Aufsichtsrat haben diese Strategie in den vergangenen Monaten gemeinsam entwickelt. Ebeling fährt in dem Sektor schon länger eine aggressive Expansionsstrategie und verleibte dem Konzern unter anderem zwei Singlebörsen ein. "Ich bin davon überzeugt, dass ProSiebenSat.1 mit dieser neuen Struktur weiterhin nachhaltig erfolgreich sein wird".

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