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Puigdemont will bis nach Neuwahl in Katalonien in Belgien bleiben

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Puigdemont will bis nach Neuwahl in Katalonien in Belgien bleiben

In der letzten Regionalwahl 2015 hatte der Unabhängigkeitsblock mit 47,8 Prozent der Stimmen die absolute Mehrheit der Mandate im Katalonien-Parlament geholt. Puigdemont war dort am Morgen mit vier früheren Ministern seines Kabinetts zu einer Anhörung erschienen. Zwei weitere Ex-Minister bleiben aber bis auf weiteres in Untersuchungshaft, gemeinsam mit den Vorsitzenden der beiden großen katalanischen Unabhängigkeitsinitiativen, Jordi Sànchez und Jordi Cuixart. Anders als acht andere ihrer Regierungskollegen, die kurz nach Aufhebung der katalanischen Autonomie am 2. November in U-Haft genommen worden sind. Er ordnete am Montag aber die Freilassung von sechs früheren Kabinettsmitgliedern an. Ebenso wie der Innenminister und die Führer der separatistischen Aktionsgruppen ANC und Omnium, Jordi Sanchez und Jordi Cuixarts, deren Haft auch verlängert worden ist. "Die katalanische Gesellschaft kann vier Jahre der Spaltung nicht aushalten". Seine Partei Esquerra Republicana de Catalunya (ERC) schickt ihn dennoch als Spitzenkandidat ins Rennen. Offenbar wurde zwischen den Regierungsmitgliedern zuviel Porzellan zerschlagen.

Auch der zweite Spitzenkandidat, Kataloniens Ex-Ministerpräsident Carles Puigdemont, wird nicht am spannungsreichen Wahlkampfauftakt in der gespaltenen Region teilnehmen können. Man darf aber davon ausgehen, dass die diese in die Berufung gehen werden, sofern dem Antrag auf Auslieferung stattgegeben wird.

Von den Regionalwahlen erhofft sich die Zentralregierung in Madrid die "Wiederherstellung der Normalität". In Meinungsumfragen liefern sich die Parteien ein Kopf-an-Kopf Rennen. Die für die Einheit mit Spanien eintretenden Parteien waren damals zusammengerechnet auf 39 Prozent der Stimmen gekommen.

Der Anführer der Linkspopulisten Podemos, Pablo Iglesias - seine Partei hatte diplomatisch für die legale Abhaltung eines Referendums in Katalonien plädiert -, erklärte am Sonntag bei der Vorstellung des Podemos-Wahlprogramms für Katalonien, dass die Unabhängigkeitsbestrebungen den Faschismus "aufgeweckt" haben und den Ultrarechten den Weg bereiten.

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