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Steinhoff: CEO tritt zurück - PWC nimmt Untersuchungen auf

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Ende bei Steinhoff

Gleichzeitig wird bekannt, dass der Aufsichtsrat möglichen Informationen nachgeht, nachdem es in der Buchführung zu Unregelmäßigkeiten gekommen sein könnte. Die Prüfgesellschaft PwC solle eine unabhängige Untersuchung übernehmen. Aufsichtsratschef Christo Wiese werde den Konzern nun übergangsweise führen, teilte Steinhoff weiter mit. Er wird von Pieter Erasmus, dem früheren CEO der Pepkor Gruppe, in seiner Aufgabe unterstützt.

In der Konzernzentrale von Steinhoff brennt die Luft: Prüfer entdecken in den Büchern des Unternehmens Hinweise auf weitere fragwürdige Zahlen. Ursprünglich wollte Steinhoff den Jahresabschluss heute ungeprüft vorlegen.

Der Aufsichtsrat bemühte sich darum, den Schaden zu begrenzen. Mit Blick auf die erwartbaren Kursausschläge rieten die Aufseher Händler und Investoren zur Vorsicht. Nachbörslich gaben die Aktien um mehr als 5 Prozent nach.

Ganz neu und überraschend kommen die schlechten Nachrichten für Steinhoff-Aktionäre allerdings nicht. Seit Ende August kursieren auch Berichte, in denen von einem Verdacht der Bilanzfälschung die Rede ist. Die Aktie ist seit Tagen auf einer steilen Talfahrt. Das Unternehmen werde die geprüften Zahlen veröffentlichen, sobald es dazu in der Lage sei, teilte Steinhoff am Mittwoch in Amsterdam mit. Der Konzern hat deutsche Wurzeln und ist hierzulande vor allem durch seine Poco-Möbelhäuser bekannt. International gilt er als größter Konkurrent des schwedischen Möbelriesen Ikea.

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