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Zugunglück mit 50 Verletzten - Lange Fehlersuche erwartet

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Die Feuerwehr versorgt derzeit die Insassen des Zuges an der Unglücksstelle

Bei einem Zugunglück in Nordrhein-Westfalen sind nach Angaben der Feuerwehr vom Mittwochmorgen sieben Menschen schwer verletzt worden. Es seien am Dienstagabend 41 Menschen im Zug leicht verletzt worden, weitere 3 mittelschwer und 3 schwer, teilte die Feuerwehr Meerbusch zum Abschluss der Unfallaufnahme mit. Von den mehr als 150 Insassen wurden nach Angaben von Feuerwehr und Bundespolizei etwa 50 Menschen verletzt. Zwischendurch war die Zahl der Verletzten von anfangs rund 50 auf fünf reduziert worden. Demnach prallte ein Regionalexpress (RE7) des Unternehmens National Express auf einen stehenden Güterzug der DB Cargo. Da Oberleitungen abgerissen seien und hinunter hingen, seien die Bergungsarbeiten schwierig, so ein Sprecher der Feuerwehr.

Dies ist offenbar auch dem Lokführer des Regionalzugs zu verdanken: Mit einer Vollbremsung habe er nach ersten Erkenntnissen Schlimmeres verhindert und unter anderem sein eigenes Leben gesichert, sagte der Sprecher von National Express Rail.

Wann die Strecke wieder freigeben wird, hänge von den Ermittlungen zur Unfallursache ab, hieß es. Die Deutsche Bahn rechnet trotz der Streckensperrung nicht mit Auswirkungen auf ihren Regionalverkehr. Fahrgäste sprachen von einem "großen Knall" und einer Vollbremsung. Ein abgerissener Fahrdraht erschwere derzeit den Zugang zum Zug. Die Unfallstelle ist unweit des Bahnhofs Meerbusch-Osterath.

Die Bundespolizei richtete eine Hotline für Angehörige ein.

Zu dem Unfall kam es gegen 19.30 Uhr. Bei dem Personenzug handelt es sich um eine Regionalbahn der Linie RE 7.

Warum der Güterzug, der auf dem Weg von Dillingen nach Rotterdam war, einen Halt eingelegt habe, sei noch nicht bekannt, sagte eine Bahnsprecherin in Berlin.

Auf Twitter meldete sich auch Regierungssprecher Steffen Seibert zu dem Unglück: Kanzlerin Merkel verfolge die Lage nach dem Zugunglück.

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