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Deutscher Orgelbau und Orgelmusik sind nun immaterielles Kulturerbe

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Eine Frau reinigt die Bach Orgel in der Thomaskirche

Jetzt schon klar: Orgelbau und Orgelmusik kommen auf die Liste des Immateriellen Kulturerbes.

Nach Angaben der deutschen Unesco-Kommission prägen 400 handwerkliche Orgelbaubetriebe mit etwa 2.800 Mitarbeitern, 180 Auszubildenden sowie 3.500 hauptamtlichen und zehntausenden ehrenamtlichen Organisten das Handwerk und die Kunst des Orgelbaus und der Orgelmusik in Deutschland. "Die Orgel war schließlich immer ein Hightech-Instrument, das Musiker und Techniker bis heute gemeinsam weiterentwickelt haben".

Er hoffe, dass die Auszeichnung einen Impuls geben werde, so Kaufmann weiter. Mehr als 50.000 Orgeln seien derzeit hierzulande im Einsatz.

Die Basler Fasnacht ist in der Unesco-Liste aufgenommen worden.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) würdigte die Aufnahme "dieser großartigen Tradition" in die Liste. Die Bundesregierung fördere die Modernisierung national bedeutsamer Orgeln und den Erhalt wertvoller Instrumente der Orgellandschaft in diesem Jahr mit rund fünf Millionen Euro. "Jede Orgel ist einzigartig, denn sie wird eigens für den Raum entwickelt, in dem sie später erklingt", sagte Prof.

Auf der "Liste des dringend erhaltungsbedürftigen Immateriellen Kulturerbes" stehen aktuell insgesamt 374 Traditionen aus der ganzen Welt. Die Unesco will mit der Aufnahme in die Liste Aufmerksamkeit dafür schaffen.

Im März 2016 wurde die Fasnacht vom Bundesamt für Kultur (BAK) als zweite Schweizer Kandidatur eingereicht. Das hat die Deutsche Unesco-Kommission in Bonn bekanntgegeben. Das hat die Kultur-Organisation der UNO an einer Tagung in Südkorea entschieden.

Gratis-Pizza hatte der Verband der neapolitanischen Pizzabäcker im Fall der Anerkennung ihres Könnens als "Immaterielles Kulturerbe der Menschheit" versprochen. Sie seien Ausdruck von Kreativität und Erfindergeist und vermittelten Identität und Kontinuität. Das deutsche Verzeichnis umfasst 68 solcher kulturellen Ausdrucksformen, darunter Porzellanmalerei, Hebammenwesen oder die traditionelle Flussfischerei an der Mündung der Sieg in den Rhein. Die Italiener besetzen Platz zwei im internationalen Ranking mit einem durchschnittlichen Jahreskonsum von 7,6 Kilo pro Kopf, teilte Coldiretti mit. Es handelt sich um die dritte deutsche Tradition auf der weltweiten Liste - nach der Falknerei und der Genossenschaftsidee.

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