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Gefängnisstrafe für VW-Manager in den USA

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Urteil gegen VW-Mitarbeiter

Am 7. Januar 2017 wurde der VW-Manager nach seinem Weihnachtsurlaub am Flughafen in Miami festgenommen. "Die letzten elf Monate hinter Gittern in den Vereinigten Staaten waren die schwierigste Zeit in meinem Leben", klagte der langjährige VW-Manager in einem Brief, den er vor wenigen Tagen an Richter Cox geschickt hat.

Damit zeigte Richter Cox maximale Härte - das Strafgesetzbuch sieht für die S. zur Last gelegten Verbrechen bis zu sieben Jahre Haft und eine Geldstrafe zwischen 40 000 und 400 000 Dollar vor.

In den USA ist der zweite Volkswagen-Mitarbeiter wegen seiner Rolle im Abgas-Skandal zu einer harten Strafe verurteilt worden. Teil des Bekenntnisses waren auch die Namen von sechs VW-Managern, darunter Oliver Schmidt. Der Manager hatte sich im August in zwei Anklagepunkten für schuldig erklärt.

New YorkSieben Jahre Haft und 400.000 Dollar Geldstrafe wegen Verschwörung zum Betrug und Verstoßes gegen Umweltrecht. Als Chef der VW-Umweltabteilung in den USA sei er von seinen Vorgesetzten nicht über die Existenz der später aufgedeckten Betrugssoftware in Dieselmotoren informiert worden.

Im Volkswagen-Dieselskandal hat ein Gericht in den USA gegen einen Manager eine mehrjährige Haftstrafe verhängt.

Schmidt hatte vor der Urteilsverkündung unter Tränen gesagt, der Tag sei der schwerste Tag seines Lebens. Das gleiche Gericht hatte im August einen VW-Ingenieur wegen dessen Rolle bei der Manipulation von Abgaswerten zu drei Jahren und vier Monaten sowie eine Geldstrafe von 200.000 Dollar verurteilt. Liang hat gegen das Urteil Berufung eingelegt. Vor S. wurde bereits der VW-Ingenieur James L. verurteilt, der als Kronzeuge mit den Ermittlern kooperiert hatte. An diese Personen, die sich in Deutschland aufhalten sollen, kommt die amerikanische Justiz aber nicht so leicht heran. Zuvor hatte er eine Mittäterschaft am Abgas-Skandal abgestritten und versucht, gegen Kaution auf freien Fuß zu kommen. Trotz 1,6 Millionen Dollar an finanziellen Sicherheiten wurde der Antrag aber abgeschmettert.

Die Suche nach den verantwortlichen Managern geht auch nach der Verurteilung Schmidts weiter. Eine Reihe von Vorwürfen wurde aber fallen gelassen. Liang hat schon vor einem Jahr ein 16-seitiges Geständnis abgelegt. Auf Konzernebene haben die Wolfsburger kriminelle Vergehen eingeräumt - das erschwert einzelnen angeklagten Mitarbeitern die Verteidigung erheblich.

Volkswagen hat stets beteuert, dass die Verantwortung für die Abgasmanipulationen eher bei einem kleinen Kreis von Entwicklern liegen dürfte.

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