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Erster Durchbruch bei Brexit-Verhandlungen erreicht

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Morgendliches Treffen der britischen Regierungschefin May und EU-Kommissionspräsident Juncker in Brüssel

Die britische Premierministerin Theresa May ist heute Früh zu einem Gespräch mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und EU-Chefunterhändler Michel Barnier in Brüssel eingetroffen.

Großbritannien und die EU sind bei den Brexit-Verhandlungen einen wichtigen Schritt vorangekommen. Damit könne man in die nächste Phase der Gespräche eintreten.

Die EU hatte eine Einigung bei drei Topthemen zur Bedingung für Verhandlungen über die künftigen Beziehungen beider Seiten gemacht, die Großbritannien so rasch wie möglich klären will.

Kurz vor der Ankündigung hatte der Kabinettschef von EU-Kommissionspräsident, Martin Selmayr, ein Bild mit weißem Rauch getwittert, während Juncker mit der britischen Premierministerin zusammensaß. Es habe ausreichend Fortschritte gegeben.

Die Vertreter der Europäischen Union seien "jederzeit" zu einem neuen weiteren Treffen mit der britischen Regierungschefin bereit, aber Theresa May müsse sich etwas beeilen.

Die Verhandlungen über den "Bexit" dauerten die Nacht über an, wie Junckers Sprecher Margaritis Schinas gestern Abend mitteilte. Juncker habe mit dem irischen Regierungschef Leo Varadkar telefoniert und danach mit May. "Wir machen Fortschritte, aber wir sind noch nicht am Ziel angekommen", erklärte er auf Twitter. Jetzt sei der EU-Gipfel am Freitag kommender Woche "am Zug", hieß es in einer Erklärung der Behörde. Nun müssten die Mitgliedstaaten entscheiden, ob es auch aus ihrer Sicht "ausreichende Fortschritte" in der ersten Phase gegeben habe. Grund war die Frage der künftigen Grenze zwischen der britischen Provinz Nordirland und Irland.

Am Montag war ein Durchbruch bei einem Besuch Mays in Brüssel noch gescheitert. In tagelangen Gesprächen wurden diese Bedenken offenbar ausgeräumt. Großbritannien war dabei Forderungen Dublins entgegengekommen. Dann stellte sich jedoch die nordirische Democratic Unionist Party (DUP) quer, die Mays konservative Minderheitsregierung in London stützt.

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