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ROUNDUP: Vorstandschef Sommer legt Amt beim Autozulieferer ZF nieder

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Mitglied des Vorstands Konstantin Sauer

Ist mit sofortiger Wirkung von seinem Posten als Vorstandsvorsitzender von Zulieferer ZF zurück getreten: Stefan Sommer. Grund dafür sind Unstimmigkeiten mit den Eignern des Unternehmens. Vorstandschef Sommer hatte bei ZF eine deutliche Expansionsstrategie vorangetrieben.

Sommer legt mit sofortiger Wirkung sein Amt nieder. Hintergrund sind dem Vernehmen nach unter anderem Unstimmigkeiten unter den Eignern über die Ausrichtung des Unternehmens.

Wer Sommers Nachfolger werden soll, ist noch nicht klar. Der Aufsichtsrat werde in Kürze einen neuen Vorstandschef berufen, hieß es in der Mitteilung. Bis zur Berufung eines Nachfolgers für Sommer übernimmt sein Stellvertreter, Finanzvorstand Konstantin Sauer (58), interimsweise auch die Aufgaben des Vorstandsvorsitzenden. Zu den Gründen machte ZF keine Angaben.

Seit Anfang 2012 stand Sommer an der Spitze der ZF Friedrichshafen, immerhin drittgrößter Autozulieferer weltweit. Sein Vorgänger Giorgio Behr hatte zuvor überraschend seinen Rückzug angekündigt. Worum es konkret ging, blieb aber offen.

Es ist der Höhepunkt eines Machtkampfs, der sich lange hingezogen hatte und der kürzlich offen ausgebrochen war. Das Unternehmen soll nach dem Willen der Stiftung künftig 18 Prozent als Dividende an sie abführen - aus Sicht von Brand eine notwendige Vorsorge, die der Stiftung, ihren Betrieben und Mitarbeitern Sicherheit und Unterstützung geben soll.

Sommer hatte auf einen strikten Expansionskurs gesetzt, um für Herausforderungen wie autonomes und unfallfreies Fahren gerüstet zu sein. 2015 übernahm der Autozulieferer beispielsweise den US-Konkurrenten TRW Automotive.

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