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SPD-Parteitag Wahl zum Bundes-Vize: Böse Klatsche für Olaf Scholz

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Fraktions-Chef Andreas Dressel

Bei der Wahl der sechs stellvertretenden SPD-Parteivorsitzenden haben sowohl Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz als auch Schleswig-Holsteins SPD-Chef Ralf Stegner deutliche Dämpfer verpasst bekommen. Kohnen verbuchte 80,1 Prozent. Auch die anderen zwei Frauen neben Dreyer erhielten bessere Ergebnisse als die drei Männer in der Vize-Riege: Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, bekam 86 Prozent (2015: 92,2). Hessens SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel wurde mit 78,3 Prozent als Parteivize wiedergewählt. "Nach allem, was hinter uns liegt, bin ich Euch dankbar für diesen Vertrauensbeweis", sagte er zu dem Wahlergebnis.

Die SPD will auf einem am Donnerstag beginnenden Parteitag entscheiden, ob sie Gespräche mit der Union über eine Neuauflage der großen Koalition führen will. Zuvor hatte Schulz für einen ergebnisoffenen Weg geworben. Scholz hatte zuletzt mehrfach Kritik am Kurs von Schulz geäußert. Das sei aber nicht schlimm und auch keine instabile Situation, da Deutschland eine geschäftsführende Bundesregierung von Union und SPD habe. Sie müsse die Lage jetzt bewerten und alle Alternativen sorgfältig ausloten. Um Scholz hatten sich nach der Bundestagswahl Spekulationen gerankt, dass er Schulz als Parteichef ablösen könnte.

"Mit einer wie auch immer gearteten Regierungsbildung rechne ich nicht vor dem Frühjahr", sagte der SPD-Bundesvize dem Hamburger Abendblatt (Mittwoch). Weiter erklärte er, dass er 2020 wieder als SPD-Spitzenkandidat bei der Bürgerschaftswahl antreten will.

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