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Medizin

In Kriegsgebieten werden immer häufiger Kinder zum Ziel

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Ein Mädchen flieht durch eine zerstörte Gasse, während irakische Spezialeinheiten ihren Vorstoß gegen die Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) fortsetzten - aufgenommen am 2.Juli 2017.

Und in Syrien und Irak wurden und werden Kinder noch immer als Schutzschilde missbraucht oder von Scharfschützen ins Visier genommen - und das von allen Kriegsparteien. Die Konfliktparteien missachteten offensichtlich das Völkerrecht, durch das die Wehrlosesten geschützt werden sollten, sagte Manuel Fontaine, Unicef-Direktor für Nothilfe-Programme. Das UNO-Kinderhilfswerk Unicef spricht von einem schockierendem Ausmass gezielter Angriffe auf Kinder.

Merk: "Kindern und Jugendlichen in Krisengebieten Zugang zu Bildung und Ausbildung eröffnen" / Freistaat unterstützt. Viele Millionen Kinder zahlten zudem einen indirekten Preis und litten an Mangelernährung, Krankheiten und Traumata.

Kindern würden Angriffen und brutaler Gewalt in ihren Häusern, Schulen und auf ihren Spielplätzen ausgesetzt, beklagte Fontaine. In Konflikten in aller Welt seien Kinder zu Zielen an der Front geworden, würden als menschliche Schutzschilde verwendet, getötet, verstümmelt und für den Kampf angeworben.

"Auch wenn diese Angriffe Jahr um Jahr weitergehen, dürfen wir nicht abstumpfen".

Unicef fordert, dass diese Brutalität nicht zur Normalität wird.

Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden allein in der ersten Jahreshälfte 2017 500 Schulen in 20 Ländern angegriffen.

Der Bericht hob hervor, dass afrikanische Regionen mit lang andauernden Konflikten die schlimmsten Orte für Kinder sind. Als weitere Beispiele werden Nigeria, Somalia, die Demokratische Republik Kongo, die Zentralafrikanische Republik und Myanmar angeführt. Im Nordosten Nigerias und in Kamerun zwang die Terrormiliz Boko Haram in diesem Jahr mindestens 135 Kinder zu Selbstmordanschlägen, wie UNICEF betonte. In Südsudan wurden 19'000 Kinder als Soldaten zwangsrekrutiert.

Insbesondere im Irak und in Syrien sei die Lage verheerend. Im Jemen seien in drei Jahren Krieg mindestens 5.000 Kinder getötet oder verletzt worden.

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