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Kubicki ruft Union zur Erneuerung auf

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Kubicki erhebt schwere Vorwürfe Merkel ging es nie darum Jamaika hinzubekommen

Meistens ist das der Schlachtruf wütender Rechter, die der Kanzlerin vorwerfen, ihren Amtseid gebrochen zu haben.

Dieses Mal kommt der Satz allerdings ähnlich aus einer anderen Richtung: Von FDP-Vize Wolfgang Kubicki. Oder die glauben, Merkel würde eine Islamisierung Deutschlands betreiben. Gleichzeitig machte er Kanzlerin Angela Merkel für das Scheitern der Jamaika-Sondierungen verantwortlich.

Merkel sei es nie darum gegangen, Jamaika hinzubekommen, sagte Kubicki den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Stattdessen habe sie "daran gebastelt, die Fortsetzung der großen Koalition zu erreichen". "Das ist ihr gelungen", sagte er.

Die SPD, die sich nur zögernd der Nötigung zu einer Neuauflage einer Großen Koalition ergibt, sank nach einer Umfrage mittlerweile auf nur noch 19 Prozent der messbaren Wählergunst, während die FDP in mehreren Erhebungen zwischen 8 und 10,5 Prozent schwankt. Kubicki betonte, ihm wäre eine Koalition mit einer erneuerten Union am liebsten. Er sprach sich damit für ein schwarz-gelbes Bündnis ohne Merkel aus. Seiner Partei sagt er deshalb eine rosige Zukunft voraus. Aber: "Die Union muss selbst wissen, wie sie aus dem Jammertal der knapp 30 Prozent rauskommen will".

Kubicki rief die Union zur personellen Erneuerung auf. Namentlich nannte Kubicki das CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn und den schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther. Namen wie Christian Lindner und Wolfgang Kubicki stehen eher für eine FDP, deren Rolle nach vier Jahren in der außerparlamentarischen Opposition trotz respektablen Wiedereinzugs in den Bundestag weniger klar ist.

Nun zeichnet sich ihr Schlachtplan ab: Die Liberalen wollen zwar regieren, aber nicht mit Merkel. Der FDP, die in den vergangenen Wochen viel Kritik einstecken musste, drohen laut Meinungsforschern Einbußen.

Für den Fall von Neuwahlen sagte Kubicki der FDP ein gutes Ergebnis voraus.

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