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Mögliche Einladung zur Hochzeit könnte Trump brüskieren

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Prince Harry und Ex-US-Präsident Obama während der Invictus Games in Toronto

Als Gast-Redakteur für die BBC hat Harry of Wales den ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama interviewt.

Als der Prinz Ende November seine Verlobung mit der US-Schauspielerin Meghan Markle bekannt gab, gehörten die Obamas zu den ersten Gratulanten.

Das Interview wurde bereits im September während der Invictus Games aufgezeichnet, einem internationalen Sportwettbewerb für kriegsversehrte Soldaten, in Toronto, Kanada. Soziale Medien könnten den gesellschaftlichen Diskurs verfälschen.

"Insgesamt war da eine Gelassenheit, mehr als ich erwartet hatte", sagte Obama.

Einige Menschen seien "in einem Kokon aus Informationen, die ihre bestehenden Vorurteile verstärken", sagte Obama mit Blick auf Tendenzen, nur Internetseiten zu konsultieren, die das eigene Weltbild bestätigen. "Es gab das Gefühl, dass wir ein gutes Rennen gelaufen sind". "Ich wache später auf, es ist wunderbar, seinen Tag kontrollieren zu können", sagte Obama. Er sei damals vor allem dankbar gewesen für die Beziehung mit seiner Frau Michelle, die trotz der Herausforderungen des Amts unbeschadet geblieben sei. Es folgten diverse freundschaftliche Treffen zwischen den Obamas und dem 33-jährigen Prinzen.

Nun soll hinter den Kulissen Druck auf Harry ausgeübt werden, um zu verhindern, dass es die Obamas tatsächlich auf die Gästeliste schaffen. "Wer weiß, ob er eingeladen wird oder nicht - ich würde ungern die Überraschung verderben", so der Prinz. Trotzdem lauern überall Paparazzi; kaum benimmt man sich bei einer Party daneben, tauchen schon Dutzende Handyfotos im Internet auf - Prinz Harry kann ein Klagelied davon singen. Eine Entscheidung für eine Einladung an die frühere Präsidentenfamilie könnte jedenfalls die diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und Großbritannien weiter auf die Probe stellen - und das, obwohl Harry erst der fünfte Anwärter in der britischen Thronfolge ist: Markle ist US-Amerikanerin und stellte sich bereits in jüngster Vergangenheit häufig gegen die Regierung Trump.

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