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"Ein unverzeihliches Verbrechen": Dutzende Tote bei Anschlag in Kabul

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Bei einem Selbstmordanschlag auf ein Kulturzentrum in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind mindestens 40 Menschen getötet und weitere 30 verletzt worden.

Zur Tat bekannte sich die Terrororganisation IS durch ihr Sprachrohr "Amaq". Zuerst habe sich in dem Gebäude ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt, sagte der Sprecher des Innenministeriums, Nasrat Rahimi, am Donnerstag.

Auf dem angegriffenen Gelände befindet sich die Nachrichtenagentur "Afghan Voice" sowie ein schiitisches Kulturzentrum. Unter den Todesopfern sind viele Studenten, die an einer Podiumsdiskussion zum 38. Jahrestag des Einmarsches der Sowjetunion in Afghanistan teilnahmen.

Laut Behörden wurden 41 Menschen getötet und 84 verletzt. Das im Internet verbreitete Bekennerschreiben konnte zunächst nicht unabhängig auf seine Echtheit überprüft werden. Die radikal-islamischen Taliban betonten, sie hätten mit dem Anschlag nichts zu tun.

In Kabul hat die Zahl der Anschläge zuletzt stark zugenommen. Die Hauptstadt gilt inzwischen als einer der gefährlichsten Orte für Zivilisten in Afghanistan. Im November wurde ein privater TV-Sender angegriffen.

In dem großteils sunnitischen Staat richten sich Gewaltakte oft auch gegen schiitische Muslime. Während der IS in seinen ursprünglichen Kernregionen in Syrien und im Irak so gut wie besiegt ist, sehen Beobachter die Gruppe im instabilen Afghanistan besser Fuß fassen.

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