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"Erben des Nationalsozialismus": Politiker rufen zu internationalem Boykott der österreichischen Regierung auf

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Harald Vilimsky

So wird in dem Papier, das die französische Zeitung "Le Monde" veröffentlichte, gefordert, Minister der rechtspopulistischen FPÖ nicht zu empfangen. Dagegen müsse man Stellung beziehen und nicht Schweigen. Zu ihnen gehören die Nazi-Jäger Beate und Serge Klarsfeld, der ehemalige französische Außenminister Bernard Kouchner, der spanische Ex-Außenminister Miguel-Angel Moratinos, Kanadas Ex-Premierministerin Kim Campbell und der Friedensnobelpreisträger José Ramos-Horta.

Bereits am 18. Dezember hatte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte den neuen Bundeskanzler Sebastian Kurz und dessen Rechtskoalition als Gefahr für Europa kritisiert. Die Politiker der FPÖ seien Erben des Nationalsozialismus.

Die FPÖ reagiert betont gelassen auf den Boykott-Aufruf gegen ihre Minister. Generalsekretär Harald Vilimsky nannte diesen ein "durchschaubares Manöver und das letzte Aufgebot der vereinigten Linken" mit dem Ziel, "der neuen österreichischen Bundesregierung einen Schaden zuzufügen". EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte erklärt, er werde die neue Regierung "an ihren Taten messen". Die freiheitlichen Regierungsmitglieder lobte er als "ehrwürdige, untadelige und kompetente politische Persönlichkeiten".

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