weltkunstbulletin.com

Welt

Fluglinie Niki soll an British-Airways-Mutter IAG gehen

Share
Wird die Airline Niki nach der Air-Berlin-Pleite spanisch? Einem Medienbericht ist nur noch der Spanische Konzern Vueling  IAG als neuer Investor im Rennen

Wenn nun ans Ausland verkauft werde, bedeute dies die komplette Zerschlagung der Niki. Mit zunächst vier Bietern wurden finale Verhandlungen angekündigt. Der Kaufpreis liegt nach Informationen der "Bild am Sonntag" bei rund 40 Millionen Euro. Dass die Lufthansa ihr Angebot zurückgezogen und Niki damit in die Pleite geschickt habe, begründet Spohr so: "Die EU-Kommission hatte uns mitgeteilt, egal auf wie viele Start- und Landerechte wir verzichten, sie würde den Kauf in der sogenannten Phase 1 nur unter der Auflage genehmigen, dass wir Niki umgehend weiterverkaufen".

Fix ist mittlerweile, dass Airline-Gründer Niki Lauda nicht mehr im Rennen um "seine" Niki ist. "Ich bin nicht mehr im Rennen", sagte der Ex-Rennfahrer der österreichischen Tageszeitung "Die Presse". Das sei ihm schriftlich ohne eine weitere Begründung mitgeteilt worden.

Im Zuge der Insolvenz von Air Berlin sind die Ticketpreise für manche Inlandsflüge nach Experteneinschätzung um bis zu 30 Prozent gestiegen. Neben IAG und Lauda hatten nach Aussage von Insidern und Medienberichten auch der Reisekonzern Thomas Cook mit seiner Tochter Condor sowie der Reisekonzern TUI Gebote abgeliefert. Lufthansa hatte für die Air-Berlin-Töchter Niki und LG Walter insgesamt 210 Millionen Euro zahlen wollen, wovon aber mit gut 190 Millionen Euro der Großteil für die österreichische Airline vorgesehen war. - die Lufthansa zog sich zurück.

Flöther, der bei Air Berlin bereits als Sachwalter fungiert, bekam den Auftrag, für Niki so schnell wie möglich einen neuen Käufer zu finden. Zudem droht Niki, das Geld auszugehen. Andernfalls sei eine Stilllegung nicht zu vermeiden. Damals übernahm sie gemeinsam mit einem deutschen Banken-Konsortium die kleine Gesellschaft Delta Air und benannte sie in Deutsche BA um. Die Gruppe um British Airways und Iberia ist Europas drittgrößter Luftfahrtkonzern. Sie betreibt auch den Billigflieger Vueling.

Fehlende Erfolge auf den Linienflügen nach London und Berlin sowie als Ferienflieger führten 2003 zu einem Verkauf an den Textilunternehmer Hans Rudolf Wöhrl. Easyjet nimmt am 5. Januar innerdeutsche Flüge in Konkurrenz zu Lufthansa auf und will bis Ende 2018 rund 25 Maschinen alleine vom Flughafen Berlin-Tegel aus einsetzen.

Für die insolvente Fluggesellschaft Niki sind Verhandlungen mit potenziellen Käufern weit fortgeschritten.

Am 17. August wird klar, dass die Lufthansa an der Komplettübernahme der Niki interessiert wird.

Der deutsche Branchenprimus wurde im Streit um möglicherweise überhöhte Ticketpreise seit dem Ende der Air Berlin vom Bundeskartellamt kritisiert. Allerdings lässt sich der Kreis der Interessenten eingrenzen. Kartellamtschef Andreas Mundt sagte der "Süddeutschen Zeitung", das Unternehmen könne sich nicht hinter seinem computerbasierten Preissystem verstecken.

Zwar führe ein knapperes Angebot bei weiterhin hoher Nachfrage zu steigenden Preisen. Airline-Chef Spohr hatte die Vorwürfe wiederholt zurückgewiesen.

Share