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Südkorea will gegen Spekulation vorgehen Bitcoin unter Druck

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Südkorea will gegen Spekulation vorgehen Bitcoin unter Druck

Künftig müssen Südkoreaner unter ihrem echten Namen mit den neuen digitalen Währungen spekulieren. Das war bisher nicht notwendig. Demnach beschloss die Regierung, die Sicherheitsbestimmungen für Kryptobörsen zu verschärfen. Ausserdem soll ein neues Gesetz kommen, das Aufsichtsbehörden unter bestimmten Umständen die Schliessung von Börsen erlaubt, an denen Bitcoin & Co. gehandelt werden. In Südkorea wird rund ein Fünftel des weltweiten Handels mit Bitcoin abgewickelt. Im Mittelpunkt standen die Feststellung der Identität der Kunden beim Einzahlen und Abheben von Transkationsgeldern und das Verbot einer Kontoeröffnung für den Kryptogeld-Handel für Minderjährige.

Südkorea, einer der Hotspots des Handels mit digitalen Währungen, hat dafür schärfere Regeln angekündigt und damit den Kurs des Bitcoin auf Talfahrt geschickt. Zuletzt notierte der Bitcoin bei 14.378 Dollar. Janet Yellen, Chefin der US-Notenbank Fed, sieht keine Gefahr für die Stabilität an den internationalen Finanzmärkten, da die Bedeutung des Bitcoin zu gering sei. Die Regierung könne diese abnormale Situation der Spekulation nicht länger durchgehen lassen, begründete Hong Nam-Ki, der Minister für Politikkoordination, die Schritte. Unerwartet kommen die Maßnahmen dabei nicht.

So geben 11% der Befragten in einer repräsentativen Studie des Vergleichsdienstes Comparis an, 2018 in Bitcoins oder andere Kryptowährungen investieren zu wollen. Dies zeigt auch der jüngste Bitcoin-Kursrutsch.

Ist Bitcoin eine mit Euro oder Dollar vergleichbare Währung?

Der Bitcoin ist die bekannteste von mittlerweile mehr als 1300 Kryptowährungen. Die Funktionen eines verlässlichen Zahlungsmittels erfüllt er aktuell aber nicht, denn dafür bräuchte er ein ausreichendes Maß an Preisstabilität. Angetrieben wurde die Entwicklung zuletzt auch von der Auflegung von Terminkontrakten durch zwei grosse US-Börsen. Spekulanten können nun aber auch recht einfach auf fallende Kurse setzen. Die Kryptobörsen waren damals nicht ins Visier der Regierung des Landes geraten. 9% der Befragten haben bereits Bitcoins oder andere Kryptowährungen gekauft, wie einer Medienmitteilung vom Freitag zu entnehmen ist. Außerdem trieb die Regierung ein Veruntreuungsskandal um.

Der Wert von Bitcoin war in den vergangenen Monaten erst steil gestiegen, um dann in den vergangenen Wochen fast die Hälfte an Wert zu verlieren. Ein Schneeballsystem auf Blockchain-Basis. Experten vermuten dahinter nordkoreanische Staatshacker, die durch digitalen Bankraub Devisen für das klamme Regime beschaffen.

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