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Tote bei Angriff auf eine Kirche in Ägypten

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Wieder waren Ägyptens Christinnen und Christen ein Ziel für einen blutigen Anschlag

Die Kopten sind eine christliche Minderheit.

Bei einer Schießerei vor einer koptischen Kirche in der Nähe von Kairo sind mehrere Menschen getötet worden. Aus Sicherheitskreisen hieß es, dass zwei Angreifer versucht hatten, mit Waffengewalt in die Kirche in der rund 25 Kilometer südlich von Kairo gelegenen Stadt Helwan zu gelangen.

Die Täter hätten das Feuer auf Sicherheitskräfte eröffnet und dabei drei Polizisten und einen Zivilisten getötet, hieß es aus Sicherheitskreisen. Bei dem anschließenden Feuergefecht starb auch einer der Angreifer. Fünf weitere seien verletzt worden, sagte ein Sprecher des ägyptischen Gesundheitsministeriums am Freitag der Deutsche Presse-Agentur. Es soll einen der mutmaßlichen Angreifer zeigen.

Einschusslöcher an der koptischen Kirche in Helwan
2/2 Einschusslöcher an der koptischen Kirche in Helwan

Im vergangenen Frühjahr waren bei Terroranschlägen in Alexandria, dem Sitz des koptisch-orthodoxen Papst-Patriarchen Tawadros II., sowie auf die Georgs-Kirche in Tanta 45 Menschen getötet worden. Im November forderte ein Attentat auf muslimische Gläubige in einer Sufi-Moschee im nördlichen Sinai mehr als 300 Todesopfer.

Der zweite Angreifer konnte zunächst fliehen, wurde später aber gefasst, wie das Staatsfernsehen berichtete. Sie machen etwa zehn Prozent der 93 Millionen Ägypter aus und sind damit die größte religiöse Minderheit in dem Land.

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