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Südkorea beschlagnahmt Schiff wegen Öl-Handels mit Nordkorea

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US-Präsident Donald Trump

China wies erneut Vorwürfe zurück, mit Öllieferungen nach Nordkorea gegen Uno-Sanktionen verstossen zu haben.

Schwere Vorwürfe an Russland: Moskau soll das Regime von Kim Jong Un mit Treibstoff versorgt haben.

Per Satellitenbild wollen Insider russische Öltanker auf Abwegen identifiziert haben. Dabei hätten die Schiffe auf hoher See ihre Ladung an nordkoreanische Tanker übergeben, hieß es aus hochrangigen westeuropäischen Sicherheitskreisen.

► Die Informanten hätten von ungewöhnlichen Aktivitäten bei Schiffen berichtet, die von russischen Pazifikhäfen ausgelaufen seien. So schalteten die Tanker ihre Transponder ab, welche üblicherweise die genaue Position bekanntgeben. Der von einer taiwanischen Firma gecharterte Frachter "Lighthouse Winmore" sei im Oktober im südkoreanischen Hafen Yeosu mit japanischem raffinierten Öl beladen worden.

Das russische Außenministerium und der russische Zoll lehnten eine Stellungnahme ab. Südkorea habe Geheimdienstinformationen über das illegale Geschäft bereits mit den USA geteilt. Am Donnerstagnachmittag hatte der amerikanische Präsident über Twitter mitgeteilt, dass China erwischt worden sei, wie es Öl an Nordkorea liefere und später in einem Interview gedroht, solle das nicht aufhören, werde er eine härtere Handelspolitik gegenüber Peking verfolgen. China wies die Anschuldigungen zurück. Das wichtigste UN-Gremium reagierte damit auf Atomtests Nordkoreas.

Ein in Hongkong registriertes Schiff ist in Südkorea vorübergehend beschlagnahmt worden, weil es trotz internationaler Sanktionen Mineralölprodukte an Nordkorea geliefert haben soll.

Das Außenministeriums in Seoul gibt an, die Ölprodukte seien in internationalen Gewässern auf das nordkoreanische Schiff "Sam Jong 2" sowie drei weitere Schiffe umgeladen worden.

In der vergangenen Woche hatte der UN-Sicherheitsrat einstimmig schärfere Sanktionen gegen Nordkorea verhängt, die unter anderem Einschränkungen der Treibstofflieferungen vorsehen. Jänner 2018 erlaubten zwei Millionen Barrel jährlich sind damit nur noch 500.000 Barrel dieser Erzeugnisse pro Jahr erlaubt.

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hatte im September eine Resolution verabschiedet, die den Mitgliedstaaten den Handel mit Nordkorea von Schiff zu Schiff verbietet.

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