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Trump warnt Mullah-Regime nach Protesten "Die Welt schaut hin"

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Proteste in mehreren iranischen Städten

Der Vorsitzende des Revolutionsgerichts der Stadt, Hossein Heidari, sagte der Nachrichtenagentur Fars am Freitag, die Festgenommenen hätten bei den Protesten am Donnerstag "radikale Parolen" gerufen.

Mit Slogans wie "Nieder mit Ruhani" forderten einige Demonstranten in Maschad den Rücktritt von Präsident Hassan Ruhani. In iranischen Medien hiess es, die Proteste seien lediglich gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung und die hohen Lebenshaltungskosten des Landes gerichtet.

Auf Videos in sozialen Netzwerken waren aber auch Demonstranten zu sehen, die politische Slogans gegen den regierenden Klerus skandierten - etwa "Mullahs schämt Euch, lasst unser Land in Ruhe". Laut Augenzeugen in Rasht, einer Stadt am Kaspischen Meer, nahmen Hunderte von Menschen an den Protesten teil. In Hamedan im Westiran riefen Demonstranten demnach "Tod den Diktatoren". Am Freitag weiteten sie sich von der Großstadt Maschhad auf die Hauptstadt Teheran und Kermanschah im Westen des Landes aus. Auch von einer Krisensitzung des Kabinetts unter Rouhanis Leitung war die Rede.

Im Iran sind nach tagelangen regierungskritischen Protesten heute die Anhänger der Regierung auf die Straße gegangen. "Falls sie trotzdem stattfinden sollten, wird die Polizei konsequent durchgreifen". Die Aufrufe in den sozialen Netzwerken seien eine Verschwörung iranischer Oppositionsgruppen im Ausland, wird Hamedani von der Nachrichtenagentur Tasnim zitiert.

Am Donnerstag hatte es in drei Städten der nordostiranischen Provinz Chorassan Rasawi Proteste gegen hohe Lebenshaltungskosten, Arbeitslosigkeit sowie die iranische Nahostpolitik gegeben. Am Schohada Platz in Maschad kam es demnach auch zu Zusammenstößen mit Polizei- und Sicherheitskräften.

► Sollte die Anzahl der Demonstranten weiter zunehmen, könnte es jedoch zu einem solchen Versuch kommen.

Der iranische Vizepräsident Eschak Dschahangiri sagte dem staatlichen Fernsehsender Irib, die wirtschaftlichen Probleme seien nur ein Vorwand für die Proteste. Festgenommen worden seien nur diejenigen, die materielle Schäden anrichten wollten, sagte Norusian der Nachrichtenagentur ISNA.

Laut Augenzeugen kritisierten die Demonstranten aber auch Rouhanis Nahostpolitik, die immer wieder zu internationalen Sanktionen gegen den Iran führe. Weiterhin riefen sie "Wir sind Arier, keine Araber" und "Statt Lösungen für Syrien Lösungen fürs eigene Land". Die iranische Führung habe "ein Land mit einer reichen Geschichte und Kultur in einen Schurkenstaat im Niedergang verwandelt, der vor allem Gewalt, Blutvergießen und Chaos exportiert". Die Regierung habe mit ihrer übertriebenen Anti-Israel Politik und der Unterstützung Palästinas, Syriens und des Libanons die nationalen Interessen des eigenen Landes untergraben und das Leben der Menschen erschwert, so die Kritiker.

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